Engagement

Start-Stipendium für Heine-Schülerin Elena in Oberhausen

Frischgebackene START-Stipendiatin: Die Heine-Schülerin Elena Robles Girón.

Frischgebackene START-Stipendiatin: Die Heine-Schülerin Elena Robles Girón.

Foto: Heinrich-Heine-Gymnasium / WAZ

Oberhausen.  Das neue Schuljahr startet in dieser Woche. Elena Robles Girón (15) freut sich ganz besonders darauf. Und das aus gutem Grund.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Es ist eher ungewöhnlich, dass Oberstufenschüler den Beginn des Schuljahres herbeisehnen. Bei Elena Robles Girón am Heinrich-Heine-Gymnasium ist es anders. Sie ist frischgebackene Stipendiatin der START-Stiftung.

Das bedeutet: Die 15-Jährige wird in den kommenden drei Jahren an spannenden Seminaren und Fortbildungen zu Themen wie Kommunikation, Engagement, Persönlichkeitsbildung, an Ferienakademien und einem Sommercampus teilnehmen sowie Betriebe und Vereine besuchen. Auch in ihrer weiteren Ausbildungs- und Studienplanung wird Elena fachkundig begleitet. Außerdem erhält sie eine finanzielle Förderung von 1000 Euro pro Jahr als „Bildungsgeld“.

Familie kam in den 1960-er Jahren ins Ruhrgebiet

Elena und ihre Familie stammen aus Spanien. Sie ist das, was früher als Gastarbeiterkind der 3. Generation bezeichnet wurde und heute als Kind mit Migrationshintergrund. In den 60er Jahren kam ihr Großvater wie viele andere dringend gesuchte Arbeitskräfte ins Ruhrgebiet, um im Bergbau zu arbeiten. Und wie die meisten anderen auch blieb er mit seiner Familie. Heute ein Glück für das Heinrich-Heine-Gymnasium, denn Elena zeigt ein vorbildliches soziales Engagement in der Schule: Sie ist seit langem aktiv in der Schülervertretung des Gymasiums, engagiert sich als Mentorin bei den jüngeren Schülerinnen und Schülern und ebenso bekannt für ihre Lebensfreude wie für ihr Durchhaltevermögen.

Ihre Bewerbung und das persönliche Auswahlgespräch in Wuppertal hat die Jury der Stiftung unter 400 Bewerbern so überzeugt, dass Elena ausgewählt wurde und mit dem neuen Schuljahr ihr „Bildungsgeld“ erhält. Doch das Stipendium besteht nicht ausschließlich aus der finanziellen Förderung, denn Elena wird in den kommenden drei Jahren persönlich betreut mit dem Ziel, ihre Entwicklung zu fördern, um unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten. „Ich habe mich für das Stipendium beworben, da ich die Chance sah, mich weiterzuentwickeln, meine Stimme zu erheben und andere mit meinen Erfahrungen zu begeistern, etwas Neues auszuprobieren und vielleicht auch mal über den eigenen Schatten zu springen“, sagt Elena.

Ehrenamtlich bei der Oberhausener Tafel aktiv

Einen ersten Schritt hat Elena Robles Girón bereits getan. Sie wird ab sofort bei der Tafel Oberhausen mitarbeiten und dort zumm Beispie Nahrungsmittel an die K;unden ausgeben. Diesen Wunsch für ein weiteres soziales Engagement hat sie schon lange und kann ihn nun mit Hilfe der Schule verwirklichen.

Die START-Stiftung gGmbH ist eine Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung und fördert ausschließlich talentierte Jugendliche mit Migrationserfahrung, „denen die Zukunft unserer Demokratie am Herzen liegt“, wie es in der Ausschreibung formuliert ist. Sie werden für drei Jahre auf ihrem persönlichen und schulischen Weg begleitet, erhalten ein „Bildungsgeld“ und vor allem eine umfangreiche ideelle Förderung.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben