Standortleiter von XXXL-Rück im Zeugenstand

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Offiziell klagt der Betriebsrat von XXXL-Rück an der Straßburger Straße auf Herausgabe seines Büros (wir berichteten). Tatsächlich geht es aber um die Frage, ob er überhaupt noch eine Existenzberechtigung hat. Denn das bestreitet die in Würzburg ansässige Deutschland-Zentrale des österreichischen Möbel-Konzerns XXXL. Auch am zweiten Verhandlungstag erging dazu kei­ne Entscheidung. Wie es weitergeht, verkündet das Arbeitsgericht am 7. Oktober.

Vier Zeugen wurden gestern gehört, zwei ehemalige Standortleiter, ein Vize-Standortleiter und Bernd Borgards, der Betriebsratsvorsitzende. Das Gericht versuchte herauszufinden, wo bis Ende Juli 2015 die Verantwortlichkeiten lagen, wer also die Ansprechpartner für Borgards waren. Und es versuchte zu klären, ob die beiden Standorte Buschhausen (Lager plus Verwaltung) und Schladviertel (Verkauf) strikt unabhängig voneinander waren oder, wie zu Rück-Zeiten, nicht.

Dazu erklärte der damalige Verkaufsleiter an der Straßburger Straße und spätere Gebietsverkaufsleiter für mehrere Möbelhäuser des Konzerns: Bis Sommer 2015 sei er für Kündigungen, Einstellungen, die Ge­währung von Urlaub oder die Anordnung von Überstunden an der Straßburger Straße zuständig gewesen. In Buschhausen sei das ab Januar 2015 der dortige Lagerleiter gewesen.

Damals ging der Betrieb bei Rück auf zwei Service-Gesellschaften über, zu denen die Mitarbeiter wechselten. Ab dem 1. August 2015 übernahmen wiederum acht andere Servicegesellschaften den Betrieb. Der Möbelhausriese XXXL argumentiert, von da an hätte der erst 2014 neu gewählte Oberhausener Betriebsrat kein Mandat mehr gehabt. Zuständig seien vielmehr die Betriebsräte an den Hauptstandorten dieser neuen Gesellschaften.

Erst die Vernehmung von Borgards machte deutlich, dass es zu der Zeit noch einen anderen Hausleiter im Schladviertel gab, den der Gebietsverkaufsleiter zeitweise vertreten musste. Sein Name war bei den drei vorher gehörten Zeugen nie gefallen. Das Gericht muss jetzt entscheiden, ob es auch ihn noch in den Zeugenstand ruft.

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