Geldautomaten-Sprengung

Sparkasse Oberhausen schließt zeitweise sechs Geldautomaten

Die Zentrale der Stadtsparkasse Oberhausen an der Wörthstraße.

Die Zentrale der Stadtsparkasse Oberhausen an der Wörthstraße.

Foto: Sabrina Neef / WAZ FotoPool

Oberhausen.  Nach einer Serie von Geldautomaten-Sprengungen in NRW zieht die Stadtsparkasse Oberhausen Konsequenzen – und schützt ihre Geldautomaten.

Die Sprengung von mehreren Geldautomaten in der Nacht zu Dienstag in NRW-Städten hat die Stadtsparkasse Oberhausen alarmiert: Sie schließt sicherheitshalber vorübergehend mehrere Geldautomaten im Stadtgebiet.

Nach Angaben des Landeskriminalamts (LKA) ist die Zahl der Geldautomatensprengungen in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr wieder rapide angestiegen: Bisher gab es 44 Fälle, darunter 26 Versuche. Zum Vergleich: 2019 waren es bis zum 24. März lediglich 15 Taten gewesen, darunter sechs Versuche. Die Ermittler gehen davon aus, dass ein Großteil der Automatensprenger aus den Niederlanden einreist.

Die Oberhausener Sparkasse hat den Eindruck, dass Kriminelle in der Corona-Krise ausnutzen, dass Straßen und Plätze nicht mehr so belebt sind wie zu normalen Zeiten – und deshalb vermehrt zuschlagen. Deshalb schließt das größte Geldinstitut in Oberhausen folgende Selbstbedienungscenter und Geldautomaten: SB-Center GHH, Essener Straße 51; Pavillon ÖPNV-Bahnhof am Centro, Platz der guten Hoffnung; Pavillon Styrum, Lothringer Straße 150; Pavillon Alstaden-West, Kiepenfeld 6a; Oberhausen-Heide, Vestische Straße 112; Geldautomat Sterkrade, Bahnhofstraße 80.

Zudem schließt die Stadtsparkasse alle anderen Selbstbedienungszentren nachts zwischen 22 Uhr und 7 Uhr. Die Filiale Schmachtendorf wird zudem nun mittags zwischen 13 und 14 Uhr dicht gemacht – für eine Mittagspause. Die Stadtsparkasse weist ausdrücklich daraufhin, dass alle geschlossenen Filialen, alle Niederlassungen mit reduzierten Öffnungszeiten und alle geschlossenen sechs Geldautomaten nach der Corona-Krise wieder ganz normal geöffnet sein werden – wie vor der Pandemie.

Sparkasse: Bargeldversorgung bleibt erhalten und ist gesichert

Die Kunden der Stadtsparkasse sollen durch die Sicherheitsmaßnahmen in der Corona-Krise aber nicht den Eindruck gewinnen, dass Geldscheine von der Bank nun schwieriger zu erhalten sind. Ausdrücklich heißt es in der Pressemitteilung der Sparkasse: „Die Bargeldversorgung und die Funktionsfähigkeit der Zahlungssysteme sind und bleiben gewährleistet. Wir sind an 48 Standorten in Oberhausen weiterhin für Sie erreichbar.“ Die Standorte mit genauer Angabe der Adressen findet man auf der Internetseite www.stadtsparkasse-oberhausen.de. Gleichwohl empfiehlt die Sparkasse ihren Kunden aus hygienischen Gründen, mit Kreditkarte oder Bankkarte im Einzelhandel bargeldlos zu bezahlen.

Grundsätzlich rät der Stadtsparkassen-Vorstand seinen Kunden, auf persönliche Besuche vor Ort möglichst zu verzichten: Das telefonisch erreichbare Kundenservicecenter der Sparkasse (0208-834-1450) sei personell bereits an drei Standorten aufgestockt worden. Hier können Kunden auch Beratungstermine abstimmen und Termine, um ihr Schließfach zu besuchen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben