Zentrales Christengebet

Stadtdechant widerspricht Papst: Vater unser nicht antasten

Stadtdechant Peter Fabritz will das „Vater unser“-Gebet nicht ändern. Hier segnet der Oberhausener bei der Hubertusmesse in Sterkrade Tiere.

Foto: Wojtyczka

Stadtdechant Peter Fabritz will das „Vater unser“-Gebet nicht ändern. Hier segnet der Oberhausener bei der Hubertusmesse in Sterkrade Tiere. Foto: Wojtyczka

Oberhausen.   Papst Franziskus sorgt für Aufregung unter den deutschsprachigen Christen. Will er das „Vater unser“-Gebet ändern? Der Stadtdechant wundert sich.

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Aufgeregt diskutieren deutschsprachige Christen über die Meinung von Papst Franziskus, der Satz im zentralen „Vater unser“-Gebet („Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen“) beruhe auf einer falschen Übersetzung. Gott führe Menschen niemals in Versuchung, ist der Papst überzeugt, denn: „Wer dich in Versuchung führt, ist Satan.“ Muss das Gebet korrigiert werden? Der Oberhausener Stadtdechant Peter Fabritz hält gar nichts davon, Textzeilen ausgerechnet im „Vater unser“ zu ändern – und hat eine andere theologische Sicht auf diese Zeile.

Selbst Kirchenferne sprechen Gebet mit

„Der Papst hätte die Macht, das Gebet zu ändern, doch das würde bei den Gläubigen zu viel Verwirrung führen. Wir beten das ‘Vater unser’ seit Jahrhunderten so, das ist uns in Fleisch und Blut übergegangen.“ Selbst kirchenferne Menschen würden oft noch dieses Gebet mitsprechen. Zudem sei es nicht richtig, davon auszugehen, dass hier Gott selbst gemeint ist, der den Menschen in Versuchung führen will. „Die Zeilen drücken aus, dass Gott den Menschen die große Freiheit lässt, selbst zu entscheiden, ob er sich verführen lässt oder widersteht.“ Verwundert zeigte sich Fabritz darüber, dass der Papst zum wiederholten Male über Satan spricht. „Der Teufel spielte theologisch viele Jahre keine Rolle.“

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