Soziale Medien

Stadt Oberhausen will Bürger stärker über Facebook erreichen

Der Jugendaustausch Multi ist bei Facebook präsent, ebenso die Feuerwehr. Eine stadteigene Seite gibt es bislang nicht.

Foto: Gerd Wallhorn

Der Jugendaustausch Multi ist bei Facebook präsent, ebenso die Feuerwehr. Eine stadteigene Seite gibt es bislang nicht. Foto: Gerd Wallhorn

Oberhausen.   Facebook erreicht nach eigenen Angaben rund 31 Millionen Nutzer in Deutschland. Die große Reichweite will jetzt auch die Stadt Oberhausen nutzen.

Um ihre Bürger besser zu erreichen und mit Informationen zu versorgen, will die Stadt künftig nun auch verstärkt in sozialen Medien wie Facebook aktiv werden. Dafür soll eine lange nicht besetzte Stelle im Pressebüro der Verwaltung neu vergeben werden. Ziel ist, bereits bestehende Facebook-Seiten zu vernetzen und eventuell mit einer stadteigenen Seite zu ergänzen.

„Das ist ein weiterer Beitrag zu mehr Transparenz“, sagt Oberhausens Strategie-Dezernent Ralf Güldenzopf auf Nachfrage. Soziale Medien wie Facebook sind weit verbreitet. Laut Zahlen des Unternehmens waren in Deutschland Ende vergangenen Jahres rund 31 Millionen Konten aktiv. Facebook, das in seiner jetzigen Form seit 2004 im Internet existiert, gilt damit als das soziale Medium mit der größten Reichweite. Diese Reichweite möchte nun auch die Stadt künftig verstärkt nutzen.

Feuerwehr hat 12 000 Abonnenten

Eine übergreifende, stadteigene Seite pflegt sie bislang nicht, wohl aber mehrere Einzelangebote. So hat sie beispielsweise für das Jugendzentrum Place 2 be eine Seite eingerichtet, ebenso für den Jugendaustausch Multi und das Ferienprogramm Action Guide. Die reichweitenstärkste Seite ist bislang die der Oberhausener Feuerwehr. Mehr als 12 000 Facebook-Nutzer haben die Seite abonniert, werden also potenziell auf der Seite mit Informationen versorgt.

Die Mitarbeiter der Feuerwehr pflegen die Seite in Eigenregie. „Bei Bombenentschärfungen und wenn die Kollegen im Einsatz sind, übernehmen wir“, erklärt Ralf Terlau von der Pressestelle der Stadt. Bei aktuellen Warnmeldungen müsse es schließlich schnell gehen, „Ziel ist es immer, einen besonders großen Teil der Bevölkerung zu erreichen und mit einzubeziehen.“

Ob es künftig neben den einzelnen Angeboten eine übergeordnete Stadtseite bei Facebook geben wird, sei noch nicht klar, erklärt Ralf Güldenzopf. Die Stadt müsse überlegen, ob dies sinnvoll sei. Das Zauberwort, das Terlau und Güldenzopf immer wieder gebrauchen: „Zielgruppenorientierte Information.“ Womöglich ist es sinnvoller, auf der Feuerwehrseite über Einsätze und Bombenentschärfungen zu informieren, auf der Multi-Seite Fotos des Jugendaustausches zu teilen und auf der Seite der Fronleichnamskirmes, die von der Wirtschafts- und Tourismusförderung betrieben wird, eben alles rund um den Sterkrader Rummel zu veröffentlichen. Statt alles auf einer zentralen Seite zu bündeln.

Fragen wie diese sollen nun geklärt werden. Die Bewerbungsfrist für die Stelle im Pressebüro ist abgelaufen, 70 Anwärter haben sich beworben – laut Dezernent Güldenzopf „erfreulich viele“. Das zeige ihm, dass die Stadt den richtigen Weg eingeschlagen hat.

Oberhausen auf Facebook

Es gibt bei Facebook bereits eine Seite mit dem Namen „Stadt Oberhausen“. „Damit haben wir aber nichts zu tun“, stellt Pressesprecher Ralf Terlau klar. Bei Facebook könne jeder Nutzer eine Seite erstellen, so lange er über ein aktives Profil in dem sozialen Medium verfügt.

Probleme dürfte die Seite, auf der lediglich zwei Bilder zu finden sind, die zudem auch noch von anderen Seiten kopiert wurden, der Stadt Oberhausen nicht machen. Laut Terlau könne die Stadt eine weitere Facebook-Seite anlegen, die dann ebenfalls „Stadt Oberhausen“ hieße.

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