Allgemeine Hochschulreife

Stadt Oberhausen nimmt erneut Anlauf für Technik-Abi

Am Hans-Sachs-Kolleg soll ein „Berufliches Gymnasium für Technik“ entstehen.

Am Hans-Sachs-Kolleg soll ein „Berufliches Gymnasium für Technik“ entstehen.

Foto: Gerd Wallhorn

Oberhausen.   Ab nächsten Sommer soll es in Oberhausen ein Gymnasium für Technik geben. Die Stadt will erneut den Antrag bei der Bezirksregierung stellen.

Erneut nimmt die Stadt den Anlauf, in Oberhausen ein „Berufliches Gymnasium für Technik“ einzurichten. Am Hans-Sachs-Berufskolleg soll es ab dem Schuljahr 2019/20 möglich sein, nach dreijähriger Oberstufe ein Technik-Abitur mit dem fachlichen Schwerpunkt Ingenieurwissenschaften abzulegen. Der Schulausschuss stimmte dem in der Sitzung am Mittwoch einhellig zu.

Eigentlich sollten bereits im aktuellen Schuljahr die ersten Oberstufen-Schüler an dem Kolleg in Alt-Oberhausen anfangen. Doch einen entsprechenden Antrag lehnte die Bezirksregierung ab. Begründung: Der Schulversuch „Gymnasium für Technik“, an dem Schulen in anderen Städten teilnehmen, sei noch nicht abgeschlossen und ausgewertet. Also musste das neue Bildungsangebot für Oberhausen um ein Jahr verschoben werden. Derzeit liege das Papier mit der gesetzlichen Änderung, welches die Einrichtung von Technik-Gymnasien erlaubt, zur Unterschrift „im Geschäftsgang des Schulministeriums“ hieß es von einem Vertreter der Bezirksregierung im Schulausschuss. Der Schulaufsichtsbeamte zeigte sich aber zuversichtlich, dass der Vorgang bald abgeschlossen sei und damit die gesetzliche Änderung in Kraft treten könne.

Marc Bücker, Leiter des Hans-Sachs-Kollegs, mahnte trotz derzeit noch fehlender Gesetzesgrundlage einen Vorratsbeschluss an, „denn sonst können wir im nächsten Jahr wieder nicht starten“. Denn bis zum Ende dieses Jahres muss die Stadt Oberhausen den erneuten Antrag bei der Bezirksregierung gestellt haben. Das wird der Rat auf Grundlage des Schulausschuss-Votums in seiner nächsten Sitzung am 17. Dezember wohl so beschließen.

Voraussetzung: Mittlerer Abschluss

Wenn dann alle behördlichen Hindernisse beseitigt sind, wäre Oberhausen nach den nächsten Sommerferien um ein attraktives Schulangebot reicher. Schüler mit mittlerem Schulabschluss oder der „Quali“ für die Klasse zehn eines Gymnasiums könnten dann in drei Jahren die Allgemeine Hochschulreife erwerben – mit Kenntnissen im Berufsfeld Ingenieurwissenschaften. Die Schüler werden im Klassenverband unterrichtet, das Hans-Sachs-Kolleg will mit einer Klasse starten. Leistungskurse müssen in Mathe und Ingenieurwissenschaften belegt werden.

>>> Info: Interesse für Ingenieur-Studium wecken

Mangelnde Lehrstellen in Oberhausen und eine wachsende Nachfrage nach schulischen Angeboten im Bereich Technik: Dafür soll das „Berufliche Gymnasium für Technik“ eine Lösung bieten. Durch das Angebot soll bei den Schülern das Interesse an einem Studium oder einer betrieblichen Ausbildung im Bereich Technik geweckt werden.

Auf dem Stundenplan stehen aber auch Fächer wie Deutsch, Sprachen, Gesellschaftslehre, Sport, Religion, Wirtschaftslehre.

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