Zinkweiß

Stadt Oberhausen bekommt ein neues Verwaltungsgebäude

Ehemaliges Zinkweiß-Gebäude, in das der städtische Bereich Gleichstellung ziehen wird.

Foto: Christoph Wojtyczka

Ehemaliges Zinkweiß-Gebäude, in das der städtische Bereich Gleichstellung ziehen wird. Foto: Christoph Wojtyczka

OBERHAUSEN.   Damit auch Menschen mit Handicap das Büro für Chancengleichheit erreichen können, zieht der Bereich um. Der Umbau des neuen Standortes läuft.

Ausgerechnet das Büro für Chancengleichheit ist für Rollstuhlfahrer und andere Menschen mit Handicap nicht erreichbar. Die Kulturvilla, das derzeitige Domizil des Bereichs der Gleichstellungs-Beauftragten Britta Costecki, ist nicht barrierefrei. Deshalb soll das Büro umziehen, voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres wechseln die Mitarbeiter ins ehemalige Zinkweiß-Gebäude gegenüber dem Rathaus – also nur einen Steinwurf entfernt von der direkt daneben liegenden Kulturvilla an der Schwartzstraße.

Kosten gestiegen

Die Stadt hat das Gebäude Ende 2016 für rund 1,6 Millionen Euro gekauft. Noch einmal rund 350 000 Euro steckt die Verwaltung in die nötigen Umbauarbeiten, die vor einigen Tagen begonnen haben. Ursprünglich geplant waren Ausgaben von bis zu 250 000 Euro. Doch der neue Aufzug soll, anders als vorgesehen, nun auch ins Untergeschoss führen, wo unter anderem ein Bistro entstehen soll. Zudem habe es Probleme mit dem Estrich gegeben, erklärt Immobilien-Dezernent Jürgen Schmidt. Und auch die städtische Kommission Barrierefreiheit hatte bei einer Begehung des Gebäudes neue, anfangs nicht geplante Vorgaben gemacht.

Zu den Arbeiten zählen etwa ein kontrastreicher Anstrich der Böden und Wände, damit sich sehbehinderte Menschen besser zurechtfinden können, eine neue Gegensprechanlage sowie Behinderten-Parkplätze und -Toiletten. Die vorhandene Außenrampe wird verlängert, die Türen bekommen einen elektronischen Öffnungs- und Schließmechanismus. Sensorikfelder sollen auch blinden Menschen eine Orientierung im Innern des Gebäudes ermöglichen.

Kisten packen ist angesagt

Kisten packen müssen zum Jahreswechsel nicht nur die Mitarbeiter des Büros für Chancengleichheit. Nach jetzigem Stand werden auch die Fachbereiche Aus- und Fortbildung sowie Wahlen, die betriebliche Sozialberatung und das sogenannte Eingliederungsmanagement in das neue Verwaltungsgebäude ziehen. An letzteres können sich erkrankte Rathaus-Kollegen wenden, wenn sie Hilfe brauchen, etwa Ansprechpartner zur Behandlung von psychischen Problemen oder Suchterkrankungen suchen. „Da ist Anonymität sehr wichtig“, sagt Jürgen Schmidt. Der Standort außerhalb des Rathauses sei gut geeignet.

Aus gleichem Grund wird voraussichtlich auch der Personalrat umziehen. Vom Rathaus, so der derzeitige Stand, könnte das Team in die gegenüberliegende Kulturvilla ziehen. Dort wird durch den Wegzug des Bereichs Gleichstellung Platz geschaffen. Und noch ein Bereich soll umziehen, doch die Planungen sind noch nicht abgeschlossen. Der Wunsch von Jürgen Schmidt: Umziehen sollen Bereiche, die derzeit in Mietobjekten untergebracht sind. Durch den Umzug würde die Stadt diese Mietkosten nämlich künftig sparen.

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