Parkkonzept

Stadt dreht an den Stellschrauben der neuen Parkgebühren

In Sterkrade sind die neuen Parkautomaten seit dem 1. September in Betrieb, Alt-Oberhausen folgt am 1. Oktober.

In Sterkrade sind die neuen Parkautomaten seit dem 1. September in Betrieb, Alt-Oberhausen folgt am 1. Oktober.

Foto: Gerd Wallhorn / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Die Stadt Oberhausen reagiert auf den anhaltenden Protest von betroffenen Bürgern. So soll das Tagesticket in der Innenstadt günstiger werden.

Die Stadt justiert bei den neuen Parkgebühren noch einmal nach. Die Erhöhung der Gebühren und die Ausweitung der kostenpflichtigen Parkzonen sorgen derzeit für hitzige Diskussionen in der Stadt. Sollte die Politik mit dem Vorschlag der Verwaltung einverstanden sein, werden Tagestickets in der Innenstadt doch noch einmal günstiger. Anwohner in Parkzonen sollen zudem künftig Besucherausweise für ihre Gäste erhalten.

Die Stadt reagiert damit nicht nur auf die andauernden Proteste vieler Anwohner, sondern vielmehr auch auf deren konkrete Verbesserungsvorschläge, erklärt Umweltdezernentin Sabine Lauxen. Einige Anregungen, so ihr Urteil, könnten umgesetzt werden, ohne dass sie die Ziele des neuen Konzeptes gefährden.

Umrüstung der Automaten kostet 2000 Euro

So möchte die Stadt den Tarif für ein Tagesticket an der Düppel- und der Friedrich-Karl-Straße noch einmal senken – von fünf auf vier Euro. Das kostet die Stadt 2000 Euro für die Neuprogrammierung der Parkautomaten und das Ändern der entsprechenden Schilder. Auf die geschätzten Einnahmen aus den Parkgebühren werde die Anpassung voraussichtlich keinen Einfluss haben, heißt es in der Vorlage.

Eine weitere Nachbesserung betrifft Besucher von Anwohnern in Parkzonen. Für diese sollen die Gastgeber künftig für einen finanziellen Obolus Sonderausweise erhalten. Ein genaues Konzept muss die Stadt noch erarbeiten. Denkbar wäre, dass Anwohnern ein jährliches Kontingent an Besucherausweisen zur Verfügung gestellt werde, erklärt Lauxen.

Anwohner wünschen sich Ausweitung der Parkzone

Während sich viele Anwohner eine Rücknahme der erhöhten Gebühren wünschen, gibt es auch Forderungen nach einer Ausweitung der gebührenpflichtigen Parkzonen: Einige Anwohner in Randgebieten fürchten erhebliche Nachteile. Autofahrer würden vermehrt in den Randgebieten parken, um die Gebühren zu umgehen. In der Folge blieben dann weniger freie Stellflächen für die Anwohner.

Eine sofortige Lösung gibt es für dieses Problem nicht. Die Stadt wird aber, so sieht es das neue Parkkonzept ohnehin vor, die Situation in den Randgebieten der Parkzonen nach einem Jahr noch einmal prüfen. Dezernentin Sabine Lauxen schließt nicht aus, dass die Parkzonen langfristig um einige Straßen erweitert werden.

Für Handwerker, Pflegedienste und Hebammen gibt es indes, unabhängig vom neuen Parkkonzept, andere Möglichkeiten: Sie können gegen eine jeweilige Gebühr einen besonderen Parkausweis beantragen, mit dem sie wahlweise in Oberhausen, aber auch in ganz NRW parken können. Der Ausweis berechtigt sie dazu, im eingeschränkten Halteverbot zu parken, sie müssen keine zusätzlichen Parktickets lösen und dürfen auch die vorgesehene Höchstparkdauer überschreiten. Die Regelung besteht seit Jahren. Die Stadt weist erneut darauf hin, weil Kritiker im Zuge der aktuellen Diskussion Gegenteiliges behauptet hatten.

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