SCHULPROJEKT

So machen die Herbstferien Oberhausener Mädchen stark

Starke Mädchen im Kaisergarten – hier beim Balancieren auf der Slack-Line.

Starke Mädchen im Kaisergarten – hier beim Balancieren auf der Slack-Line.

Foto: Udo Gottschalk

OBERHAUSEN.   Eine starke Herbstferienwoche erleben 32 Mädchen aus dritten Grundschulklassen – die Awo lädt zum erlebnispädagogischen Ferienprojekt.

Eine ganz besondere Herbstferienwoche erleben 32 Mädchen von vier Oberhausener Grundschulen. Die Awo-Schulsozialarbeit hat die Kinder aus der 3. Jahrgangsstufe eingeladen, bei einer Aktionswoche unter der Überschrift „Starke Mädchen in Oberhausen“ dabei zu sein.

Typisch Mädchen? Es geht um die Sensibilisierung für Rollenklischees, um die Stärkung von Selbstbewusstsein und Sozialkompetenzen. Denn in diesem Punkt haben Mädchen im Vergleich zu den Jungen in vielen Fällen immer noch etwas aufzuholen.

Vier Grundschulstandorte sind bei dem Projekt präsent: die Concordiaschule, die Wunderschule, die Jacobischule und die Schule am Siedlerweg. Das Team der Awo-Schulsozialarbeiterinnen begleitet das Programm. „Wir haben uns zuvor darüber ausgetauscht, welche Mädchen an den jeweiligen Schulen für eine Teilnahme besonders in Frage kommen“, erklärt Nadine Wilde, Awo-Schulsozialarbeiterin an der Schule am Siedlerweg. „Wir freuen uns besonders darüber, dass der Zonta-Club unser Projekt unterstützt, denn so können die Mädchen gratis teilnehmen.“

An zwei Tagen dieser Woche stehen action-geladene Ausflüge auf dem Programm: So trafen sich die Teilnehmer am Dienstag im Kaisergarten, wo sie das Balancieren auf einer so genannten Slack-Line üben konnten: Auf einem Gurtband ging es zwischen den Bäumen hin und her. Balancierfähigkeit, Konzentration und Koordination waren gefragt. Eine gute Übung für den kommenden Freitag, denn dann führt der Ausflug in den Klettergarten, wo die Mädchen den anspruchsvollen Parcours in Teamarbeit bewältigen und so auch lernen werden, wie wichtig gegenseitiges Vertrauen ist.

Mit „Flotter Lotte“ und Aids-Hilfe

An den drei weiteren Tagen dieser Woche treffen sich die Projektteilnehmerinnen an der Wunderschule bzw. an der Schule am Siedlerweg und bekommen Besuch von verschiedenen Kooperationspartnern, etwa von der „Flotten Lotte“, dem Mädchenmobil des Evangelischen Jugendreferats, oder auch von der Aids-Hilfe.

Das Team der „Flotten Lotte“ startet ein kreatives Angebot: Die Mädchen können ihre Turnbeutel mit Spraydosen farbig gestalten. Die Aids-Hilfe klärt über hartnäckige Rollenklischees auf und fragt: „Typisch Mädchen, typisch Jungs?“

„Wer bin ich?“ – „Was sind meine Wünsche, Träume und Ziele für mein Leben?“ – „Wie schaffe ich es, diese Ziele zu verwirklichen?“ Auch solche Fragen werden im Verlauf dieser Ferienwoche immer wieder angesprochen. Am Ende des Projekts steht eine gemeinsame Abschlussveranstaltung aller Teilnehmerinnen.

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