Arbeitsrecht

Schüler starten in die Ferienjobs – das müssen sie beachten

Wer in Gaststätten arbeitet und älter als 16 Jahre ist, darf bis maximal 22 Uhr kellnern.

Wer in Gaststätten arbeitet und älter als 16 Jahre ist, darf bis maximal 22 Uhr kellnern.

Foto: Marc Tirl / dpa

Oberhausen.  Auch für Ferienjobs gibt es strikte Regeln, etwa zu Arbeits- und Pausenzeiten. Der DGB gibt Tipps, worauf Schüler und Eltern achten sollten.

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Die Sommerferien haben gerade erst begonnen, aber für viele Schüler steht schon die nächste Verpflichtung ins Haus: der Ferienjob. Wichtig: Auch für diese Arbeit gibt es Regeln, die es zu beachten gilt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund der MEO-Region Mülheim-Essen-Oberhausen gibt dazu einige Tipps.

Den Ferienjob antreten sollten nur Schüler, die dafür auch einen Vertrag in der Tasche haben. Aufgaben, Arbeitszeiten und Lohn sollten darin klar geregelt sein, erklärt Jugendbildungsreferentin Anna-Lena Priebe. „Schwere körperliche und gefährliche Arbeiten sind für Kinder und Jugendliche generell tabu.“ Erlaubt sind leichte Tätigkeiten, zum Beispiel Gartenarbeit, Zeitung austragen oder Botengänge.

Ausnahmen für ältere Schüler

Vom 13. bis einschließlich dem 14. Lebensjahr dürfen Kinder nur mit Zustimmung der Eltern arbeiten – und auch nur bis zu zwei, in der Landwirtschaft drei Stunden täglich, und zwar zwischen 8 und 18 Uhr. Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren dürfen maximal vier Wochen im Jahr in den Ferien jobben. Mehr als acht Stunden am Tag und 40 Stunden in der Woche sind dabei nicht erlaubt und der Arbeitszeitraum muss zwischen 6 bis 20 Uhr liegen. Ausnahmen gelten für ältere Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren, die etwa in Gaststätten bis 22 Uhr und in Mehrschicht-Betrieben bis 23 Uhr arbeiten dürfen.

So sind die Pausenzeiten geregelt

Wer arbeitet, muss auch Pause machen. Hier haben unter 18-Jährige bei viereinhalb bis sechs Stunden Arbeit am Tag Anspruch auf mindestens 30 Minuten, bei mehr als sechs Stunden auf 60 Minuten Pause. Das Mindestlohngesetz gilt auch für Ferienarbeit. Jedoch haben nur Jugendliche ab 18 Jahren den Anspruch auf 9,19 Euro je Stunde. Für unter 18-Jährige ohne abgeschlossene Berufsausbildung gilt das Mindestlohngesetz leider nicht.

Wenn Arbeitgeber sich nicht an die Gesetze halten, sollte man zusammen mit den Eltern was dagegen tun. Anna-Lena Priebe: „Verstöße gegen Arbeitsschutzgesetze sollte keiner tolerieren. In solchen Fällen drohen den Arbeitgebern heftige Geldbußen.“ Die örtlichen Aufsichtsbehörden, etwa die Ämter für Gewerbeaufsicht oder für den Arbeitsschutz, helfen weiter.

Nähere Infos gibt es auch online auf jugend.dgb.de/dein-ferienjob

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