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Schokoticket: Grüne sehen „Gebührenerhöhung durch Hintertür“

Schüler können alle Busse der Stoag mit dem Schokoticket nutzen.

Schüler können alle Busse der Stoag mit dem Schokoticket nutzen.

Foto: Joachim Schultheis / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Grünen-Fraktionschef Andreas Blanke kritisiert die neue Wegeberechnung fürs Schokoticket in Oberhausen als „taktlos und absolut indiskutabel“.

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Als Beweis dafür, „dass sich offensichtlich Teile der Stadtverwaltung verselbstständigen“ sieht Andreas Blanke die neue Wegeberechnung für das ermäßigte Schokoticket in Oberhausen. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen Ratsfraktion zeigt sich verärgert über die „eigenmächtige Entscheidung der Verwaltung“. Ein solch digitales Verfahren mag laut Blanke technisch durchaus Sinn machen, dürfe aber nicht zum Automatismus für „Gebührenerhöhungen durch die Hintertür“ führen und schon überhaupt nicht zum Verlust eines Anspruchs der Eltern beim Zuschuss.

Blanke stuft das Vorgehen des Schulamtes „als taktlos und absolut indiskutabel“ ein, ohne jegliche Kommunikation im Vorfeld, die Kunden so zu überrumpeln und zu verärgern. Offensichtlich habe „der Amtsschimmel jegliches Maß an vorhandenen Lebensrealitäten und Verhaltensweisen verloren“.

Der Fraktionschef der Grünen erwartet von der Schulverwaltung bei der nächsten Sitzung des Schulausschusses eine lückenlose Aufklärung „und die Rücknahme der Fehlentscheidung, denn eine solch unüberlegte Entscheidung, die der Kommunalpolitik nicht bekannt und somit auch nicht mit ihr abgestimmt war, fördern weder die Attraktivierung des ÖPNV, noch die Bemühungen zur Reduzierung des Individualverkehrs“.

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