Kultur

RWE fördert tanzenden Strommast

Ein Strommast in Oberhausen: Gewöhnlich steht er schon aus Sicherheitsgründen ganz ruhig da.

Ein Strommast in Oberhausen: Gewöhnlich steht er schon aus Sicherheitsgründen ganz ruhig da.

Foto: Tom Thöne / WAZ FotoPool

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Oberhausen.Die Aktion Emscherkunst 2013 wird in diesem Jahr in Kooperation mit der Berliner Künstlergruppe „Inges Idee“ im Sommer ein außergewöhnliches Projekt am Rhein-Herne-Kanal installieren. Dort wird vom 22. Juni bis 6. Oktober ein „Tanzender Strommast“ aufgebaut. Es handelt sich dabei um einen 35 Meter hohen Strommasten – eine Großskulptur. Nach singenden Felsen und laufenden Häusern ist der Strommast ein weiteres Objekt der Aktion.

Im Dezember wurde bekannt, dass die RWE Stiftung die Emscherkunst 2013 fördert. RWE-Sprecher Peter Hoscheidt: „Die Stiftung fördert das Projekt mit einer hohen, fast sechsstelligen Summe.“

Kennzeichen der Industrialisierung

Die Geschichte hinter der Skulptur verrät viel Kreativität: Ein gewöhnlicher Strommast büchst aus. Elektrisiert und befreit tanzt er, entzieht sich dem Gehorsam des In-einer-Reihe-Stehens – wie der vom Zauberlehrling herbei gerufene Geist. Die Großskulptur soll je nach Position des Betrachters sich durch die geschwungene Form des Mastes in seiner Gestalt verändern, so dass seine vermeintlichen Bewegungen noch eindrücklicher werden. Der tanzende Mast wird aus Stahl im Berliner Atelier der Künstler gefertigt und dann nach Oberhausen transportiert, um auf der Wiese nahe dem Haus Ripshorst aufgestellt zu werden.

Der "Zauberlehrling"

Für die Künstler sind Strommasten ein typisches Kennzeichen der Industrialisierung, weithin sichtbar, alltäglich und daher schon fast wieder unsichtbar. Stephan Muschick, Geschäftsführer der RWE Stiftung, war begeistert von der Idee für diese dauerhafte Großskulptur, die eine Einladung sei zum Dialog über die Energie der Zukunft.

Das von der Schwerindustrie geprägte Emschertal bietet die perfekte Kulisse für die Umsetzung des „Tanzenden Strommasten“. Die Skulptur soll in Nähe des Rhein-Herne-Kanals beim Haus Ripshorst in Osterfeld aufgestellt werden. Der „Zauberlehrling“ wird aus Stahlquadratrohren auf einem Stahlbetonfundament errichtet und etwa 35 Meter hoch sein. Die internationale Ausstellung Emscherkunst im nördlichen Ruhrgebiet begleitet als Triennale bis 2020 eines der größten Renaturierungsprojekte Europas – den Umbau des Abwasserkanals Emscher zu einer natürlichen Flusslandschaft.

Das Projekt soll im Sinne einer Zukunftswerkstatt den Strukturwandel im nördlichen Ruhrgebiet und die Renaturierung der Emscher bis 2020 begleiten. Mit der Emscherkunst.2013 soll es auch gelingen, neue Wahrzeichen entlang der Emscher zu schaffen.

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