Stadtteilprojekt

Rettung für Wahrzeichen: neue Farbe für Sterkrader Glocken

Die Glockensanierung in Sterkrade kann beginnen: Hubert Cordes (li.) freut sich über die Zusage von Hermann Föcking.

Die Glockensanierung in Sterkrade kann beginnen: Hubert Cordes (li.) freut sich über die Zusage von Hermann Föcking.

Foto: Cordes / Handout

Oberhausen.  Auch Glocken brauchen mal einen neuen Anstrich. Vor allem, wenn sie aus Eisen sind. Dieses Sterkrader Wahrzeichen zeigt’s.

Die Glocken auf dem Arnold-Rademacher-Platz erhalten ein neues Kleid - der Anstrich von fachkundiger Hand soll dafür sorgen, dass sie langfristig erhalten werden können.

Die auffällige Konstruktion spiegeln ein wichtiges Kapitel Sterkrader Stadtgeschichte. Dr. Mandelarzt, einst Notar und Rechtsanwalt in Sterkrade und erster Vorsitzender der Sterkrader Interessensgemeinschaft (Stig), gilt als „Vater“ der Glocken, die ab 1953 im Turm des Stadtmittehauses ihre Heimat hatten.

Material von minderer Qualität

Jahrzehntelang hörten die Sterkrader diesem Glockenspiel regelmäßig zu. Allerdings stellte sich heraus: Das Material, aus dem die Glocken Anfang der 1950er Jahre gegossen wurden, war von minderer Qualität – und die Glocken mussten ausgetauscht werden.

Die Sterkrader Chronik vermerkt: Oberbürgermeister Friedhelm van den Mond weihte am 9. August 1994 die neuen Glocken ein. Damit ein Teil der alten Sterkrader Glocken erhalten werden konnte, wurde seinerzeit auf dem Arnold-Rademacher-Platz eine Gerüstkonstruktion abgebaut, die als neue Heimat dieser Glocken aus dem Jahr von 1953 dient.

Zahn der Zeit nagte an den Glocken

„Der Zahn der Zeit – Regen, Sonne und Frost – forderten allerdings in den letzten Jahrzehnten seinen Tribut. Da die Glocken aus Eisen bestehen, verschlechterte sich ihr Zustand in den letzten Jahren zunehmend“, erklärt Hubert Cordes, Ratsmitglied und Sterkrader Bezirkspolitiker. Die Glocken seien zwar nicht in der Denkmalliste der Stadt Oberhausen aufgelistet, aber gleichwohl für Sterkrade überaus erhaltenswert, ergänzt Hubert Cordes, den das Thema fortan nicht ruhen ließ.

Schon seit Langem suchte Hubert Cordes nach einer Möglichkeit, die Glocken zu restaurieren und damit ihren Erhalt langfristig zu sichern. Seine unermüdlichen Bemühungen hatten schließlich Erfolg: Unterstützung für das Projekt fand er beim Malermeisterbetrieb Föcking. Malermeister Hermann Föcking hat sich mit seiner auf Korrosionsschutz spezialisierten Firma bereiterklärt, die historischen Sterkrader Glocken fachkundig zu sanieren und mit einem wetterbeständigen Anstrich zu versehen.

Bürgerschaftliches Engagement für ein Wahrzeichen

Hubert Cordes freut sich über diese Zusage und blickt der Glockensanierung im Herzen von Sterkrade optimistisch entgegen: „Mit diesem Engagement werden die Glocken weiter als ein Symbol für Sterkrade Bestand haben. Nur mit bürgerschaftlichen Aktivitäten kann in unserer Stadt so ein Wahrzeichen erhalten werden.“

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