Radschnellweg

Radweg von der Oberhausener City nach Mülheim rückt näher

Die Oberhausener Stadtverwaltung prüft nun Kosten und Nutzen, die Hiberniatrasse im Süden Oberhausens zu einem kombinierten Rad- und Fußgängerweg umzuwandeln.

Die Oberhausener Stadtverwaltung prüft nun Kosten und Nutzen, die Hiberniatrasse im Süden Oberhausens zu einem kombinierten Rad- und Fußgängerweg umzuwandeln.

Foto: Privat

OBERHAUSEN.   Es ist ziemlich selten, dass sich Bürger mit einem Bürgerantrag in der Politik durchsetzen. Drei Bürger haben es nun mit ihrer Idee geschafft.

Da sage noch einmal jemand, dass Druck und Initiative engagierter Bürger nicht helfen würden: Weil Manuela Kaiser, Karl van den Mond und Udo Sommer eine neue Radverbindung nach Mülheim erkundeten und einen Bürgerantrag an den Rat stellten, müssen jetzt die Fachleute der Oberhausener Stadtverwaltung aktiv werden. Sie prüfen nun, ob der Aufwand es rechtfertigt, die ehemalige Bahnstrecke im Süden von Alt-Oberhausen für einen Rad-/Fußgängerweg zu reaktivieren.

Denn im Hauptausschuss haben alle Fraktionen diesem Bürgerantrag nach § 24 der NRW-Gemeindeordnung zugestimmt. Sie halten die Suche nach einer Verbindung von der Oberhausener Innenstadt zum Radschnellweg RS1 in Mülheim für sinnvoll. Nicht nur die drei engagierten Bürger befürchten, dass sonst ausgerechnet Oberhausen von den neuen Radschnellweg-Verbindungen abgehängt wird. Die Südverbindung nach Mülheim für Radler und Fußgänger soll nach Vorstellung der Bürger über die vor 40 Jahren stillgelegte Güterbahnstrecke „Hiberniadamm“ verlaufen. Sie erstreckt sich über 1,7 Kilometer und verläuft von der Hermann-Albertz-Straße über die Akazienstraße zur Landwehr nach Ohrenfeld bis zur Stadtgrenze Oberhausen/Mülheim.

Nicht den Anschluss verlieren

Die Mülheimer sind nach Angaben ihres Fahrradbeauftragten Helmut Voss nicht abgeneigt, ihre Fahrradstrecke „Styrumer Pfad II“ bis nach Oberhausen voranzutreiben.

Jetzt liegt der Ball also im Oberhausener Rathaus.. Einfach ist die Aufgabe für die Planer hier nicht: Sie verweisen auf das mittlerweile dicht gewachsene Grün auf dem Hiberniadamm, das heute für eine gute Frischluftzufuhr im dicht besiedelten Stadtgebiet sorgen würde und zum Teil gerodet werden müsste.

Zudem muss die bis zu sechs Meter hohe Trasse aufwändig ans Wegenetz angebunden werden – an fünf Stellen mit bis zu 90 Meter langen Rampen. Karl von den Mond warnt aber vor zu viel Bedenkenträgerei: „Wir dürfen den Anschluss an die Radschnellwege nicht verlieren.“

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