Polizeibericht

Radfahrer mit Pistole im Hosenbund in Oberhausen unterwegs

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Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Einen ungewöhnlichen Notruf hat die Leitstelle der Polizei Oberhausen erhalten. Ein Zeuge meldete einen offensichtlich bewaffneten Radfahrer.

Mit einer Pistole im Hosenbund ist jetzt ein Fahrradfahrer in Oberhausen unterwegs gewesen – ein Zeuge, der darauf aufmerksam wurde, hat die Polizei alarmiert.

Am frühen Donnerstagabend, 12. Mai, gegen 19 Uhr war der besagte junge Mann mit einem weiteren Radfahrer im Bereich der Essener Straße unterwegs. Nach dem Notruf des Zeugen rückten alle verfügbaren Streifenwagen in Richtung eines Geländes an der Essener Straße aus. Dort zeigte der Zeuge den Polizisten die beiden Verdächtigen, die auf einer Parkbank saßen.

Bei der Annäherung über das gut einsehbare Gelände erkannten die jungen Männer die Polizisten und flüchteten auf ihren Fahrrädern. Auf ihrer Flucht warfen sie Gegenstände weg, die später als eine Soft-Air-Waffe samt Zubehör und ein Joint identifiziert worden sind.

Nur wenig später, in Höhe der Sparkasse auf der Essener Straße, konnten die Polizisten dann das flüchtige Duo stoppen – „unter besonderer Beachtung der Eigensicherung“, wie es im Polizeibericht heißt. Sofort legten sie den Verdächtigen (17 und 18 Jahre) Handfesseln an und durchsuchten sie nach weiteren Waffen.

CO2-Kartuschen, Magazine und Munition

Bei dem 17-Jährigen deutsch-griechischer Nationalität fanden die Beamten eine weitere Soft-Air-Pistole, die er in einem Holster trug, mitsamt den dazugehörigen CO2-Kartuschen, Magazinen samt Munition sowie ein Einhandmesser. Sein 18-jähriger Begleiter hatte kleine Mengen Marihuana dabei.

Die beiden Bottroper hatten – obwohl ihnen bewusst war, dass das Schießen mit Soft-Air-Waffen in der Öffentlichkeit verboten ist – in dem Park mit den Waffen hantiert und dabei Drogen geraucht. Aus Angst seien sie dann vor der Polizei geflohen, berichteten sie. Die Beamten entließen den 18-Jährigen und übergaben den 17-Jährigen an seine Eltern. Beide werden sich für die Verstöße gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz verantworten müssen. Die Soft-Air-Waffen sind sichergestellt worden.

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