Kirche

Propsteigemeinde in Osterfeld gestaltet ihre Zukunft

Osterfelder Kirchenzukunft im Blick: Dilara Uslu, Bärbel Speer, Melanie van Kampen und Andrea Becker am Banner; hinten: Propst Christoph Wichmann, Bruno Rattey und Hermann-Josef Schepers.

Foto: FUNKE Foto Services

Osterfelder Kirchenzukunft im Blick: Dilara Uslu, Bärbel Speer, Melanie van Kampen und Andrea Becker am Banner; hinten: Propst Christoph Wichmann, Bruno Rattey und Hermann-Josef Schepers. Foto: FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Banner an St. Pankratius Osterfeld weisen auf den Pfarrei-Entwicklungsprozess hin.Arbeitskreise haben sich gebildet. Drinnen wird der Turm saniert.

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Von außen saniert – von innen erneuert – das geht derzeit in der Osterfelder Pfarrei St. Pankratius vor. Propst Christoph Wichmann erklärt dazu: „Es wird nicht nur am Kirchturm Hand angelegt. Auch die Rolle der Kirche im Stadtteil und die Zukunftsfähigkeit der katholischen Kirche in Osterfeld wird auf den Prüfstand gestellt.“

Knapp ein Jahr nehmen sich die Mitglieder der Pfarrei St. Pankratius Zeit, um den Ist-Zustand der katholischen Kirche in Osterfeld zu erheben. Wichmann: „In dem vom Bistum Essen angestoßenen Pfarrei-Entwicklungsprozess geht es darum, die Pfarreien zukunftsfähig und handlungsfähig zu gestalten.“ Dieser Prozess ist die Grundlage der nun angestoßenen Arbeit.

Der Pfarrei-Entwicklungsprozess (Pep) des Bistum Essen ist in drei Phasen gegliedert. In der ersten Phase, die etwa bis Anfang 2017 dauert, geht es um die Bestandsaufnahme der Situation in der Pfarrei und ihrem sozialen Umfeld. Danach geht es in die zweite Phase, in der ein pastorales Konzept entwickelt wird.

„Stadtteil und dessen Menschen nicht aus dem Blick verlieren“

Das muss dann mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten der Pfarrei abgeglichen werden, erklärt Wichmann: „Daraus erarbeiten wir ein Konzept, das wir dem Bistum Essen vorlegen und das die wichtigsten Maßnahmen der Veränderung in unserem Pfarreigebiet aufzeigen soll.“ Ab 2018 wird dann die dritte Phase eingeläutet, um die beschlossenen Maßnahmen umzusetzen.

Geprüft werden also im Vorfeld nun die Finanzen, die pastorale Situation und die Gebäude, die im Besitz der Propsteikirche sind. Schwerpunkt aller Maßnahmen aber sollen die Menschen in der Pfarrei sein. Wichmann: „Dabei wollen wir auch den Stadtteil und die Stadt nicht aus dem Blick verlieren.“ Es werde um die zentrale Frage gehen: Was brauchen, was erwarten die Menschen von der katholischen Kirche?

Bereits jetzt engagieren sich 40 Gemeindemitglieder in der Koordinierungsgruppe und drei Arbeitsgruppen.

Hermann-Josef Schepers, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands, freut sich über das Engagement in der Gemeinde. „Kommunikation und Transparenz sind uns in diesem Prozess besonders wichtig. Mit unserem Blog, den Veranstaltungen und auch mit den Bannern, die jetzt am Bauzaun der Pankratius-Kirche hängen, wollen wir viele Menschen in Osterfeld informieren – nicht nur die Katholiken“, wünscht sich Melanie van Kampen, Mitglied der Kommunikationsgruppe.

Innere und äußere Erneuerung

Der Zaun, der die Baustelle des Kirchturms zur viel befahrenen Straßenkreuzung direkt davor absichert, hat sich nun angeboten, die Botschaften in Form von großen Bannern zu präsentieren. Hinter dem Zaun, also im Kirchturm, werden derzeit Steine bewegt. Der Turm der St. Pankratius-Kirche wird grundsaniert und setzt damit ein Zeichen, dass sich die katholische Kirche inner- und äußerlich auf eine lebendige Zukunft vorbereitet, erklärt Propst Wichmann.

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