Verkehrskontrolle

Polizei zieht übermüdeten Lkw-Fahrer aus dem Verkehr

Die Polizei kontrollierte am Mittwoch Bus- und Lkw-Fahrer.

Die Polizei kontrollierte am Mittwoch Bus- und Lkw-Fahrer.

Foto: Armin Weigel/dpa

Oberhausen.   Der Fahrer eines 40-Tonners unterschreitet seine vorgeschriebene Ruhezeit um ganze 20 Stunden. Die Polizei zieht ihn sofort aus dem Verkehr.

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Weil ein Lkw-Fahrer 20 Stunden zu wenig geschlafen hat, muss er nun ein Bußgeld von 1200 Euro zahlen. Denn die Regeln sind streng: Der Gesetzgeber sieht Ruhestunden für Fern- und Busfahrer vor. Hält der Fahrer diese nicht ein und wird erwischt, werden 60 Euro fällig – pro versäumter Ruhestunde.

Der 58-jährige Lkw-Fahrer ist der Oberhausener Polizei am Mittwoch ins Netz gegangen, bei Schwerpunkt-Kontrollen des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs. Mit deutlichen Worten drücken es die Beamten aus: „Verantwortungslose Fahrzeugführer, die sich nicht an Verkehrsregeln halten, betrunken, unter dem Einfluss von Drogen oder total übermüdet hinter dem Steuer das Leben und die Gesundheit ihrer Mitmenschen leichtfertig aufs Spiel setzen, werden von unseren Verkehrsspezialisten gezielt ins Visier genommen.“

Weiterer Einsatz: Gasflasche auf der Königstraße

Der besagte Fahrer war mit einem 40-Tonner aus Ankara auf der Buschhausener Straße unterwegs. Die Polizisten untersagten ihm mit sofortiger Wirkung die Weiterfahrt und leiteten ein Bußgeldverfahren gegen ihn und seinen Unternehmer ein. Dieser Unternehmer unterhält in München eine Zweitniederlassung und muss mit einem Bußgeldbescheid über 3600 Euro rechnen. Er ist mit 180 Euro für jede fehlende Ruhestunde seines Fahrer dabei.

Zu einem weiteren Einsatz kam es wenig später: Anwohner informierten die Polizei über eine Gasflasche, die auf der Fahrbahn der Königstraße lag. Die Beamten waren schnell am Ort und riefen Spezialisten der Feuerwehr hinzu, die klären sollten, ob vom Inhalt oder Zustand der Flasche eine Gefahr ausgeht.

Gasflasche war falsch gesichert

In dieser Phase kam der 30-jährige Fahrer eines Ford Pick-Up zurück, der insgesamt drei Flaschen auf der Ladefläche transportiert hatte. Weil er seine über die Ladefläche hinausragende Ladung aber nur unzureichend mit einem Spanngurt gesichert hatte, hat sich ein Behälter gelöst und war während der Fahrt vom Auto gefallen.

Die Polizisten untersagten ihm den weiteren Transport der Gasflaschen mit diesem Pick-Up. Auch ein hinzugerufenes Ersatzfahrzeug war für den Transport der Behälter nicht geeignet. Erst ein drittes Fahrzeug entsprach den Bestimmungen zum Transport von Gasflaschen. Der Ford-Fahrer kam mit der Zahlung eines Verwarnungsgeldes vergleichsweise glimpflich davon.

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