Urteil

Polizei hebt kurioses Drogenversteck aus – Dealer verurteilt

Der 50-jährige Oberhausener muss für fast drei Jahre hinter Gitter.

Der 50-jährige Oberhausener muss für fast drei Jahre hinter Gitter.

Foto: Martin Horn / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Ein 50-jähriger Drogendealer aus Oberhausen muss ins Gefängnis. Über das Drogenversteck in seiner Wohnung staunte die Polizei nicht schlecht.

Wegen Drogenhandels muss ein 50-jähriger Oberhausener zwei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Duisburg verurteilte ihn, weil die Polizei am 30. März in seiner Wohnung in Osterfeld auf einen zum Teil kurios gesicherten Drogenvorrat gestoßen war.

Ein Tipp brachte die Ermittler damals auf die Spur des Dealers. Der war bei einem Drogengeschäft beobachtet worden. Irgendwer petzte, und die Polizei stand umgehend bei dem 50-Jährigen auf der Matte. Dass sie dort richtig war, wurde sofort klar, als der Angeklagte seine Wohnungstür öffnete: Den durchdringenden Geruch von Marihuana konnten die Ordnungshüter gar nicht ignorieren.

Marihuana und Ecstasy

Bereitwillig ließ der 50-Jährige die Beamten ihre Arbeit tun, kooperierte dabei, wo er nur konnte. So öffnete er einen Safe, in dem 30 Gramm Marihuana und knapp 500 Ecstasy-Tabletten lagen. Und er öffnete auch seine Kühlschränke. Einer davon war mit Vorhängeschlössern gesichert, was allein schon ein Indiz dafür war, dass sie nicht nur der Aufbewahrung verderblicher Lebensmittel dienten. In den Kühlschränken lagerten fast zwei Kilo Amphetamin und Marihuana.

Zu Gunsten des Mannes wertete das Gericht insbesondere dessen Geständnis. Ein Einhandmesser, das dem Angeklagten beinahe wegen bewaffneten Handeltreibens eine Mindeststrafe von fünf Jahren eingebracht hätte, spielte im Urteil keine Rolle mehr.

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