Straßenverkehr

Politik entscheidet sich gegen Schutzstreifen für Fahrräder

Die neue Fahrbahndecke auf der Hermann-Albertz-Straße nach dem Ende der Bauarbeiten im September.

Foto: Kerstin Bögeholz

Die neue Fahrbahndecke auf der Hermann-Albertz-Straße nach dem Ende der Bauarbeiten im September. Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.  Auf der Hermann-Albertz-Straße würden laut Stadtverwaltung 100 Parkplätze wegfallen, wenn man einen Fahrradstreifen einrichten würden.

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Vorläufig bleibt es auf der Hermann-Albertz-Straße zwischen Wörthstraße und Mülheimer Straße beim früheren Mittelstreifen, obwohl die Fahrbahn im Herbst erneuert wurde. Notgedrungen hat sich die Bezirksvertretung Alt-Oberhausen vor Weihnachten damit einverstanden erklärt. Dabei hätten alle Parteien dort gern beidseitig Fahrradschutzstreifen gesehen.

Diese Möglichkeit zu prüfen, hatten SPD, Grüne und FDP im September beantragt. Nun lautete das Prüfergebnis: Weder beid- noch einseitig reicht der Platz für Schutzstreifen, es sei denn, sämtliche rund 100 Pkw-Parkplätze in dem Abschnitt würden entfallen. Die Verwaltung schlug deshalb vor, den alten Zustand zunächst wiederherzustellen und das neue Konzept für besseren Kurzstreckenverkehr, das Nahmobilitätskonzept, abzuwarten. Sabine Janclas, zuständige Bereichsleiterin, kündigte dies für Ende 2019 an.

„Die Straße gehört nicht den Autos“

„Wir können da jetzt die Parkplätze nicht wegnehmen ohne ein Gesamtkonzept“, stimmte Werner Nakot (CDU) dem Vorschlag der Verwaltung zu. Bei der SPD mochte man nicht glauben, dass selbst ein einseitiger Schutzstreifen 100 Parkplätze kosten würde. Nur unter der Bedingung dieses Gesamtkonzepts stimmten auch die Grünen zu. Andreas Blanke betonte: „Die Straße gehört nicht den Autos.“

Zugunsten solcher Schutzstreifen auf Parkplätze zu verzichten, dafür sprach sich nur die Linke Liste sofort aus. „Keine Experimente“, meinte hingegen Marc Hoff (FDP). Mit Hilfe einer Einbahnstraßenregelung ließe sich vielleicht der Platz für die Schutzstreifen gewinnen, deutete die Stadtverwaltung an. Nur müsse man, um das entscheiden zu können, auch ei­nen Blick auf die benachbarten Straßen werfen.

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