Peter Carp lobt Ensemble und Kulturpolitik

Unter den „Höhepunkten der Saison“, der großen Kritikerumfrage im druckfrischen Jahrbuch 2017 der Zeitschrift „Theater heute“ kommt Oberhausen nicht vor. Dennoch gibt’s großes Lob für die Kulturpolitik der klammen Stadt – namentlich „dank eines sehr weitsichtigen Kulturdezernenten und Kämmerers.“

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Unter den „Höhepunkten der Saison“, der großen Kritikerumfrage im druckfrischen Jahrbuch 2017 der Zeitschrift „Theater heute“ kommt Oberhausen nicht vor. Dennoch gibt’s großes Lob für die Kulturpolitik der klammen Stadt – namentlich „dank eines sehr weitsichtigen Kulturdezernenten und Kämmerers.“

Zitat Peter Carp. Der in Freiburg erst am 20. Oktober in die neue Spielzeit startende Generalintendant führt fürs Jahrbuch ein zehnseitiges Dreier-Interview mit den Kollegen Oliver Reese (Berliner Ensemble) und Anselm Weber (Bühnen Frankfurt). „Männer mit Macht“ ist der erhellende Rück- und Ausblick der drei 54- bis 62-Jährigen überschrieben.

Anselm Werbers Bilanz seiner Zeit in Bochum liest sich weit kritischer: „Ich habe die letzten sieben Jahre immer nur einen hohen ökonomischen Druck erlebt.“ Oberhausens Intendant von 2008 bis 2017 meint dagegen gelassen: „Stadttheater hat viele Stellschrauben.“ Er habe „innerhalb dieses Systems“ flexibel reagieren können. Flexibilität erwartet er auch vom Ensemble: „Weitere Regulierungen der Arbeitszeiten, größere Planbarkeit“ – das sei im Repertoire-Betrieb sehr schwierig. Peter Carp: „Da ich den größten Teil meines Lebens freiberuflich gearbeitet habe, habe ich dafür sowieso kein Verständnis.“

Der Generalintendant lobt das „wirklich sehr gute“ Oberhausener Ensemble – von dem Sieben mit ihm nach Freiburg wechselten. Als Enttäuschung seiner Revier-Zeit bedauert er: „Nicht gelungen ist die Etablierung einer Sparte Diskurs. Das Theater als Ort intellektueller Reflexion – das haben wir nicht hingekriegt“. In Freiburg will Carp es aber „erneut versuchen“.

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