Freizeitangebot

Open Airea im Kaisergarten erhält neue Skateranlage

Bald gibt es Erneuerungen an der Open Airea in Oberhausen, das Beachvolleyballfeld soll zum Beispiel weg .

Bald gibt es Erneuerungen an der Open Airea in Oberhausen, das Beachvolleyballfeld soll zum Beispiel weg .

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.   Szene-Experten haben die Stadt Oberhausen bei der Planung beraten. Strittig ist, ob es noch eine Betreuung der Anlage geben wird.

Die Freizeitanlage Open Airea am Kaisergarten wird modernisiert. 21 Jahre nach der Inbetriebnahme sollen die bisherigen Rampen für Skateboard- und Inlinefahrer ausgetauscht werden und weitere neue Elemente entstehen. Außerdem ist eine Skateranlage in Form einer sogenannten „Bowl“, eine Art Betonschüssel mit Bodenwellen, geplant. Das hat der Rat der Stadt im November 2018 beschlossen. Die Sanierung soll bereits im November starten und nach Angaben von Hans-Bernd Reuschenbach, Bereichsleiter Sport der Stadt, abhängig vom Winter, bis März oder April dauern. Aus einem Controlling-Bericht der Stadt von September 2018 geht hervor, dass die Veränderungen 350.000 Euro kosten sollen.

Für die neue „Bowl“ muss jedoch das Volleyballfeld weichen – als Alternative nennt Reuschenbach die nahen Felder auf dem SSB-Gelände an der Lindnerstraße, direkt neben dem Stadion Niederrhein. Ebenso werden die Container der Open Airea an einen anderen Standort auf der Fläche verfrachtet.

Neue „Bowl“ 350 Quadratmeter groß

„Wir haben uns verschiedene Skateranlagen in anderen Städten angeschaut und waren uns dann einig: Wenn wir eine neue Anlage bauen, dann mit den neuesten Trends“, so Reuschenbach. Die neue wird rund 350 Quadratmeter groß sein. Dafür hat die Stadt sich Hilfe bei einem Skater-Experten geholt, berichtet der Sport-Bereichsleiter. „Der weiß, was die Jugendlichen wollen und was gut ist.“ Ein Planungsbüro für Urbane Bewegungsräume hat derweil ein Konzept für die kostenlose Freizeitfläche erarbeitet, welches mit dem Zentrum für Ausbildung und Qualifikation (ZAQ) abgestimmt wurde. Das ZAQ betreut und pflegt die Open Airea seit der Eröffnung mit der Beschäftigung von Langzeitarbeitlosen.

Doch genau hier droht Ungemach: Reuschenbach erläutert, dass der Vertrag mit ZAQ Ende Oktober endet. „Wir haben noch keine Entscheidung getroffen, wie es danach weiter geht.“

Jochen Kamps, Geschäftsführer des ZAQ, begrüßt die angekündigten Investitionen auf der Fläche. „Aber ich halte eine Personalbetreuung mit unseren Arbeitsmarktprogrammen für die Zukunft für wichtig und richtig. Bei einer öffentlichen Fläche besteht die Gefahr, dass sie beschädigt oder verschmutzt wird.“ So lange man die Möglichkeit habe, die Fläche zu betreuen, sollte man das tun, so Kamps, der sich eine Fortführung der Airea-Betreuung wünscht. Reuschenbach entgegnet: „Natürlich würde auch ohne dauerhafte Betreuung die Open Airea gereinigt und im Bedarfsfall repariert.“ Er kündigt weitere Gespräche an.

Ideen von Besuchern

Ben (9) und sein Cousin Nic (9) aus Rheinberg, die vor wenigen Tagen mit ihren Tretrollern vor geschlossenen Türen der Open Airea stehen, würden sich vor allem eine Parkour-anlage und ein Trampolin wünschen. „Eine Bühne mit Dach, Musikboxen und Licht fände ich auch ganz cool“, sagt Ben. „Für Kinder wäre ein kleiner Sandkasten mit Rutsche toll“, sagt Nic.

Anna Makrlik, stellvertretende Vorsitzende der Jugendparlaments, begrüßt die angekündigten Umbaumaßnahmen: „Als Freizeitfläche für Jugendliche finde ich die geplante Modernisierung der Open Airea sehr gut. Wenn so ein Angebot den Trends der Zeit angepasst wird, wächst vielleicht auch der Zulauf.“ Genau das ist das Ziel der Stadtverwaltung bei diesem Vorhaben.

Die Multifunktionsfläche für Fußball, Handball und Basketball soll bestehen bleiben. Dafür regte ZAQ-Geschäftsführer Jochen Kamps an, das Streethockey-Feld aufgrund seltener Nutzung zu überdenken. Hierfür wurden bereits Vorschläge gesammelt, priorisiert werden eine Mountainbikestrecke (Pumptrackanlage) sowie eine Parkour-anlage. Aber auch eine Slackline zum Balancieren sowie eine Boulderanlage zum Klettern in niedrigen Höhen sind mögliche Neuerungen.

Hans-Bernd Reuschenbach betont, dass diese Maßnahmen erst 2020 umgesetzt werden könnten – vorausgesetzt, die noch nicht bezifferten Kosten werden in den Haushalt übernommen.

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