Gartenprojekt

„One world“ wächst zu Ehren von Stanislaw Petrow

Pflanzaktion im „One world“-Garten: Auch Bezirksbürgermeister Thomas Krey und Bürgermeisterin Stefanie Opitz halfen den Kindern; ebenso Tim Suthoff (Projektleitung des Multi-Gartens) und Ines Burzenski (Schatzkiste).

Pflanzaktion im „One world“-Garten: Auch Bezirksbürgermeister Thomas Krey und Bürgermeisterin Stefanie Opitz halfen den Kindern; ebenso Tim Suthoff (Projektleitung des Multi-Gartens) und Ines Burzenski (Schatzkiste).

Foto: PROJEKT Multi

Oberhausen.  Stanislaw Petrow verhinderte 1983 den Atomkrieg. Zu dieser Heldentat passt allerbestens der „One world“-Garten des Jugendprojektes „Multi“.

Die jüngste Aufstellung der Gedenktafel für den Russen Stanislaw Petrow hat das Projekt „One world – one garden“ wieder in den Blickpunkt gerückt. Denn am Rande des Festakts am vorigen Wochenende mit Gedenkschild-Initiator Karl Schumacher und den Kindern Petrows, die eigens aus Russland angereist waren, wurde sogar gepflanzt!

Das Projekt „One world – one garden“ war im Rahmen der Jugendbegegnung „Multi“ im Sommer 2018 umgesetzt worden. Die Idee zu dem kleinen Garten im Park an der Vestischen Straße hatte Tim Suthoff im Zuge seiner Masterarbeit entwickelt, realisiert wurde das Projekt dann durch die Garten- und Landschaftsbaufirma Suthoff als Hauptsponsor. Auch das Oberhausener Gebäudemanagement (OGM) unterstützte das Vorhaben.

Weitere Institutionen aus Osterfeld wurden eingebunden: Das Integrative Familienzentrum „Die Schatzkiste“ hat die Pflege der Beete übernommen und ist an dem Areal mit seiner Garten AG regelmäßig präsent.

1999 gab Petrow hier ein Interview

Auch Karl Schumacher zeigt sich von „One world - one garden“ begeistert. Er hat den Standort für die neue Gedenktafel nicht nur deshalb im Park an der Vestischen Straße gewählt, weil Stanislaw Petrow, der im September 1983 als sowjetischer Offizier die Welt vor einem Atomkrieg bewahrte, hier bei seiner Visite in Oberhausen 1999 ein viel beachtetes Interview gab. Auch die Nähe zu „One world - one garden“ überzeugte Schumacher vom Standort, denn schließlich steht die „Multi“ für weltweite Verständigung.

Schumacher sponserte die Beschilderung und auch die Parkbänke, die am vorigen Sonntag eingeweiht wurden. Auch Bezirksbürgermeister Thomas Krey und Bürgermeisterin Stefanie Opitz halfen den Kindern der „Schatzkiste“ bei dieser Gelegenheit beim munteren Nachpflanzen der Beete.

2020 ist die „Multi“ wieder in Oberhausen

Im nächsten Jahr wird der kleine Park wieder verstärkt in den Blickpunkt rücken, wenn Jugendliche aus aller Welt für die „Multi“ nach Oberhausen reisen. Wer weiß, vielleicht wird dann ja manch’ ein junger Gast durch die benachbarte, dreisprachige Gedenktafel auf Stanislaw Petrows Heldentat von 1983 aufmerksam.

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