Stichwahl

Oberhausener Wahlbeteiligung mit Negativ-Rekord in ganz NRW

Amtsinhaber Daniel Schranz (CDU) holte in allen 29 Wahlbezirken gegen Thorsten Berg (SPD) die absolute Mehrheit.

Amtsinhaber Daniel Schranz (CDU) holte in allen 29 Wahlbezirken gegen Thorsten Berg (SPD) die absolute Mehrheit.

Foto: mape / Funke Mediengruppe

Oberhausen.  Die Wahlbeteiligung bei der Oberbürgermeister-Stichwahl in Oberhausen war im Vergleich noch schlechter als gedacht.

Oberhausen hat von allen kreisfreien Städten in NRW, in denen eine Stichwahl zur Oberbürgermeister-Wahl notwendig war, die schlechteste Wahlbeteiligung. Nur 29 Prozent der knapp 160.000 wahlberechtigten Bürger wählten am Sonntag, 27. September, ihren Favoriten für das höchste Amt, das die Stadt zu vergeben hat. Am Ende gewann Amtsinhaber Daniel Schranz (CDU) mit 62,1 Prozent gegen SPD-Herausforderer Thorsten Berg.

Am zweitschlechtesten war die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl am Sonntag in Dortmund mit 32,6 Prozent. Die höchste Wahlbeteiligung verzeichnete Münster mit 53,9 Prozent. Das geht aus der neuesten Analyse des Statistikamtes der Stadt Oberhausen zur OB-Stichwahl hervor.

Hohe Streuung der Wahlbeteiligung

Innerhalb des Oberhausener Stadtgebietes stellt das Wahlamt eine hohe Streuung zwischen der Wahlbeteiligung in den Wahlbezirken fest: In Wahlbezirk mit der niedrigsten Wahlbeteiligung, in Lirich-Süd, wollten nur 19,3 Prozent der wahlberechtigten Einwohner ihren Oberbürgermeister mitbestimmen; im Wahlbezirk mit der höchsten Wahlbeteiligung, in Sterkrade Nord, waren es immerhin 43,0 Prozent – ein Unterschied von 23,7 Prozentpunkten.

Daniel Schranz hatte am Sonntag in der Stichwahl genauso wie bei der Hauptwahl der Oberbürgermeister-Wahlen am 13. September mit sieben Kandidaten die Mehrheit in allen 29 Wahlbezirken in Oberhausen erzielt. Bei der Stichwahl gelang ihm das mit der absoluten Mehrheit von 50 Prozent aller Stimmen.

Sein bestes Wahlergebnis erreichte der Christdemokrat in Sterkrade Nord mit 68,1 Prozent, sein niedrigster Stimmenanteil war in Lirich-Süd mit 51,9 Prozent. Thorsten Berg punktete am besten in Alstaden-West mit 48,1 Prozent, am wenigsten in Sterkrade-Nord mit 31,9 Prozent. Im gesamten Stadtgebiet kam Berg auf 37,9 Prozent der Stimmen.

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