Kommunalwahl

Oberhausener Wählergemeinschaft OfB will mit AfD diskutieren

Der Vorstand der Wählergemeinschaft „Offen für Bürger“ will mit der AfD reden – von links: Guido Horn, Albert Karschti, Hasan Dagdelen, Astrid Kahl, Werner Nowak und Caro Cremer (nicht Mitglied des Vorstandes).

Der Vorstand der Wählergemeinschaft „Offen für Bürger“ will mit der AfD reden – von links: Guido Horn, Albert Karschti, Hasan Dagdelen, Astrid Kahl, Werner Nowak und Caro Cremer (nicht Mitglied des Vorstandes).

Foto: Vanselow/OfB

Oberhausen.  Nun will doch noch jemand mit der AfD reden: Offen für Bürger plädiert dafür, mit den Politikern dieser Partei zu diskutieren.

Im Gegensatz zu den Oberhausener Oberbürgermeister-Kandidaten von SPD, CDU, Linken und Grünen will die Wählergemeinschaft „Offen für Bürger“ (OfB), eine Abspaltung von „Bündnis Oberhausener Bürger“ (BOB), mit AfD-Politikern und dem AfD-Oberbürgermeister-Kandidaten Wolfgang Kempkes in der Öffentlichkeit streiten. „OfB sieht die Auseinandersetzung mit der AfD als Pflicht eines jeden Demokraten an“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Mauern und Blockaden aufbauen, spaltet die Gesellschaft nur noch mehr und schadet unserer Demokratie.“

Für den OfB-Oberbürgermeister-Kandidaten Dr. Urban Mülhausen ist der Diskussions-Boykott der Parteien eher Wind auf die Mühlen der Rechten: „Die bisherigen Wahlergebnisse und aktuellen Umfragezahlen einfach totzuschweigen, ist für uns nicht der richtige demokratische Weg.“ Guido Horn, Spitzenkandidat auf der OfB-Ratsliste, will zwar Zeichen gegen Hetze und Rassismus setzen, aber „die Auseinandersetzung gerade mit politisch Andersdenkenden ist notwendig – auch wenn es schwerfällt.“

Ohnehin scheinen die Berührungsängste von OfB zu rechtspopulistisch eingestellten Bürgern nicht besonders groß zu sein: Auf ihre für die kleinen Parteien äußerst wichtige Rats-Reserveliste hat die OfB einen früheren Funktionär der früheren rechtslastigen Republikaner platziert – auf den aussichtsreichen Platz Zwei.

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