Spendenaktionen

Oberhausener Unternehmer helfen Kindern und Jugendlichen

Henri Haardt (l.) und Benjamin Ceylan verteilen auch Boxen, in denen alte Handys entsorgt werden können. Der Verkaufserlös geht an soziale Projekte.

Henri Haardt (l.) und Benjamin Ceylan verteilen auch Boxen, in denen alte Handys entsorgt werden können. Der Verkaufserlös geht an soziale Projekte.

Foto: Jörg Schimmel

oberhausen.   Die Gemeinschaft sozial engagierter Unternehmen will in Oberhausen mit neuen Ideen Spenden sammeln. Interessenten sind herzlich willkommen.

7000 Euro kamen bei ihrer ersten Spendenaktion für das Kinderhospiz Möwennest zusammen, viele weitere Aktionen sollen folgen: Die Gemeinschaft sozial engagierter Unternehmen (GsU) gründete sich in den vergangenen Monaten in ganz Deutschland. Und im April auch in Oberhausen. Ziel der Gemeinschaft ist es, soziale Projekte vor Ort zu fördern, hauptsächlich Kinder sollen davon profitieren.

Die GsU ist ein Zweig der Stiftung „It’s for Kids“, die sich für die Förderung von benachteiligten Kindern einsetzt. Das Besondere: „Wir arbeiten zweckgebunden, das heißt wir geben das Geld an bereits bestehende Projekte und Einrichtungen weiter“, erklärt Henri Haardt. Der 23-Jährige arbeitet bei einer Moerser Versicherungsagentur und lebt in Oberhausen. Gemeinsam mit Benjamin Ceylan, der in Oberhausen das Unternehmen „Ruhr.Life.Media“ für Kommunikationsdesign leitet, ist er der führende Kopf der GsU Oberhausen – zusammen versuchen sie auf kreative Art, Spenden zu sammeln.

Im Fall des Möwennests gelang das mit der Sammlung von Elektroschrott und Altmetall. Die GsU sammelte den Sondermüll auf dem Gelände der Firma Fliesen Timm, die ebenfalls Mitglied ist. Der Erlös aus dem Verkauf – 22 Container voller Elektroschrott – ging direkt an das Hospiz. „Wir haben 3500 Euro gesammelt und die ‘It’s for Kids’-Stiftung hat noch einmal die gleiche Summe oben drauf gelegt“, sagt Haardt. Die Mitarbeiter vom Möwennest freute das. „Das Geld war für die Weihnachtsfeier und Geschenke für die Kinder gedacht, aber weil es so viel wurde, kann ein Teil davon jetzt im kommenden Jahr benutzt werden“, so Haardt.
Ebenfalls an verschiedenen Orten in der Stadt sollen Handyboxen platziert werden, wo Einwohner ihre alten Handys abgeben können. Als nächstes will die GsU verstärkt in den Bereichen Bildung, Nachhilfe und Ernährung mitwirken. „Wir haben schon tolle Projekte hier in der Stadt im Blick, die wir unterstützen wollen, können aber erst Anfang 2019 Genaueres sagen“, erklärt Benjamin Ceylan. Der 33-Jährige ist selbst Vater zweier Kinder und hat lange in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit gewirkt. „Jeder kann aktiv mithelfen und mitgestalten, wenn er will“, meint Ceylan. „Uns geht es darum, den Menschen hier etwas zurückzugeben und gerade Kindern zu helfen. Sie sind schließlich unsere Zukunft“, sagt Ceylan.

Gleichzeitig ist die GsU ein Unternehmernetzwerk. Einmal im Monat treffen sich die Unternehmer, tauschen sich über Geschäftliches genauso aus wie über neue Möglichkeiten Spenden zu generieren. So können zum Beispiel Frisöre Haarzöpfe sammeln, die anschließend an ein Perückenunternehmen verkauft werden, Zahnärzte sammeln Kronen oder Goldzähne, deren Erlöse der Stiftung zugute kommen. „Zu unseren monatlichen Treffen laden wir Gäste ein, die einen Vortrag halten oder die Diskussion auf anderem Weg befruchten“, so Haardt. Bislang sind fünf Oberhausener Unternehmen Mitglied in der GsU, weitere sind herzlich willkommen. 20 Euro pro Monat kostet die Mitgliedschaft. Interessierte können sich per Mail melden: gutestun@gsu.oberhausen.de.

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