Runder Tisch

Oberhausener Tafel will Klarheit zur Zukunft der Tafelkirche

Der Vorstand der Tafel blickt schon auf den Runden Tisch im August: v.l. Friedhelm Bever, Petra Schiffmann, Silvia Willershausen und Irene Bröker.

Der Vorstand der Tafel blickt schon auf den Runden Tisch im August: v.l. Friedhelm Bever, Petra Schiffmann, Silvia Willershausen und Irene Bröker.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Die Oberhausener Tafel will Klarheit zur Zukunft ihres Standortes. Hat das Projekt in der Tafelkirche eine Zukunft? Ein runder Tisch ist geplant.

Die Oberhausener Tafel will Klarheit zur Zukunft der Tafelkirche und lädt für den 13. August zu einem Runden Tisch ein, um die Perspektiven für den Standort an der Buschhausener Straße zu klären.

Entscheidungsträger aus Kirche und Politik werden zu diesem Treffen erwartet. Vor allem das Bistum als Eigentümer des Gebäudes soll sich konkret äußern. „Wir hören zwar immer, dass die Tafel in der Tafelkirche bleiben kann, aber Konkretes teilt man uns von keiner Seite mit“, sagt Tafel-Vorsitzende Petra Schiffmann. „Die Last der Ungewissheit muss von unseren Schultern genommen werden, damit wir auch weiterhin zu 100 Prozent unsere wichtige ehrenamtliche Arbeit erledigen können.“

Das sieht das gesamte Vorstandsteam so, das jetzt bei der Jahreshauptversammlung um Friedhelm Bever (2. stellv. Vorsitzender) und Josef Stemper (Schatzmeister) ergänzt wurde.

Mit über 100 Ehrenamtlichen

Rund 1400 Menschen versorgt die Tafel pro Woche mit Lebensmitteln, die von Geschäften in Oberhausen zur Verfügung gestellt und vor Ort abgeholt werden. Über 100 Ehrenamtliche engagieren sich für die Tafel und helfen regelmäßig mit. Weitere Ehrenamtliche und auch Fahrer werden gesucht. An vier Tagen pro Woche ist in der Tafelkirche Betrieb. An drei Tagen gibt es sogar eine warmes Essen, ermöglicht durch Oberhausener Restaurants.

Tafel trägt bereits die Unterhalts- und Betriebskosten

Seit 2007 schon ist das Tafelprojekt in der Kirche „Heilige Familie“ an der Buschhausener Straße ansässig, besser bekannt als Tafelkirche. Das Ruhrbistum will sich 2020 nach den vorliegenden Planungen von dieser Kirche endgültig trennen.

Bislang nutzt die Tafel die Kirche mietfrei, trägt aber die Unterhalts- und Betriebskosten. „Solange wir nicht wissen, ob wir hier bleiben können, lohnen sich ja auch keine weiteren Investitionen“, sagt die erste stellvertretende Tafel-Vorsitzende Silvia Willershausen. Auch viele Spender haben dem Tafelprojekt bereits großzügig geholfen. Dem Tafelteam geht es auch vor diesem Hintergrund um eine klare Ansage von Bistum und Politik – und darum, die Tafelkirche als Ort der Begegnung und des Austauschs weiter zu stärken.

Wichtiger Teil des Stadtlebens

Von der Weihnachtsgeschenk-Aktion bis zur Präsenz beim städtischen Frühjahrsputz – das Tafelteam bringt sich bei vielen Gelegenheit ins Stadtleben ein. Das soll weiter intensiviert werden. Der Standort in Lirich bietet dafür aus Sicht der Ehrenamtlichen beste Voraussetzungen.

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