Geldgeschäfte

Oberhausener Sparkasse reduziert Öffnungszeiten von Filialen

Die Führungskräfte der Stadtsparkasse Oberhausen Oliver Mebus und Holger Rücken setzen in der Filiale an der Marktstraße auf mehr Beratung.

Die Führungskräfte der Stadtsparkasse Oberhausen Oliver Mebus und Holger Rücken setzen in der Filiale an der Marktstraße auf mehr Beratung.

Foto: Gerd Wallhorn

oberhausen.   Weil immer mehr Sparkassenkunden ihre einfachen Geldgeschäfte per App oder am Telefon erledigen, öffnen künftig vier Filialen kürzer.

Die Beschäftigten der Stadtsparkasse Oberhausen in den neun Filialen konzentrieren sich mehr auf die persönliche Beratung ihrer Kunden als auf die Abwicklung einfacher Dienstleistungen. Der Grund: Mehr als die Hälfte der 100.000 Oberhausener Sparkassenkunden wickeln ihre einfachen Bankgeschäfte mit einem Online-Konto per Internet oder App ab.

Ab 1. Februar weitet die Sparkasse an allen Standorten ihre Beratungszeiten aus – kürzt aber zugleich die Öffnungszeiten von vier Filialen (Alstaden, Buschhausen, Bermensfeld, Königshardt) um über zwölf Prozent: Sie machen dienstags und mittwochs – wie jetzt bereits an jedem Freitag – nachmittags nicht mehr auf. Einfache Dienste im persönlichen Kontakt mit einem Sparkassen-Mitarbeiter sind dann nicht mehr möglich: Statt 32 Stunden je Woche sind diese Filialen nur 28 Stunden geöffnet.

„In kleineren Filialen ist es bedeutend ruhiger“

Für Beratungen über Kredite, Geldanlagen oder Versicherungen auf Termin aber stehen die Mitarbeiter in allen Filialen (bis auf Lirich) von montags bis donnerstags (9 bis 18 Uhr) und freitags von 9 bis 13 Uhr bereit. Länger öffnen an Freitagen ab 1. Februar die großen Filialen in Sterkrade und an der Marktstraße in der Oberhausener City – bis 16 Uhr. In Sterkrade bleibt es zudem bei den Samstags-Öffnungszeiten von 10 bis 14 Uhr.

„Wir spüren: In unseren kleineren Filialen ist es bedeutend ruhiger geworden. Deshalb passen wir unsere Öffnungszeiten moderat an, bauen aber die Beratungen von Mensch zu Mensch vor Ort aus, denn das ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für uns“, sagt Sparkassenvorstand Oliver Mebus. „Wir schließen in den nächsten Jahren keine Filiale. Zugleich bieten wir mehr Möglichkeiten an, Bankgeschäfte digital abzuwickeln.“

Moderne Telefon-Niederlassung

Zentraler Baustein der Digitaloffensive ist neben den Bank- und Bezahl-Apps fürs Handy und den Computer eine moderne Telefon-Filiale mit zehn Sparkassenkaufleuten: Nur am Telefon ( 0208-834-1450) können alle Kunden von 8 bis 18 Uhr die meisten Bankgeschäfte im Gespräch abwickeln: Überweisungen, Wertpapier- und Daueraufträge – sogar Ratenkredite und künftig wohl auch der Abschluss von Sachversicherungen.

Diese Telefon-Filiale ist ab Februar nicht mehr im Erdgeschoss der Sparkassenzentrale in der City angesiedelt, sondern in der ersten Etage der Osterfelder Filiale an der Westfälischen Straße 5. Man benötigte mehr Platz, weil mit 7800 Kunden doppelt so viel Menschen im Monat anrufen wie noch 2017.

>>>>> Sparkasse baut seit Jahren Personal ab

Langfristig baut die Sparkasse seit Jahren Personal ab – derzeit arbeiten dort noch gut 500 Beschäftigte, 2016 waren es 560. Die ab 1. Februar geänderten Öffnungszeiten der Filialen führen direkt aber nicht zu einem weiteren Personalabbau.

Auch künftig rechnet der Sparkassen-Vorstand mit einem weiteren leichten Stellenminus.

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