Schulprojekt

Oberhausener Schüler erstellen virtuelle Gasometer-Tour

Die Schüler Simon Deichsel und Jens Kyas stellen Gasometer-Geschäftsführerin Jeanette Schmitz das Projekt vor.

Die Schüler Simon Deichsel und Jens Kyas stellen Gasometer-Geschäftsführerin Jeanette Schmitz das Projekt vor.

Foto: Marco Fileccia / Heinrich-heine-Gymnasium

Oberhausen.  Oberstufenschüler des Oberhausener Heinrich-Heine-Gymnasiums haben eine virtuelle Begehung des Gasometers möglich gemacht. Mit 3D-Effekt.

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Der Gasometer, schon lange Oberhausens Wahrzeichen, wird bald renoviert und dann für mindestens ein Jahr lang geschlossen bleiben. „Was tun?“, fragten sich die Schüler des Projektkurses Sozialwissenschaften des elften Jahrgangs am Oberhausener Heinrich-Heine-Gymnasium.

Dieser Oberstufenkurs mit dem Titel „Brave Digital World“ thematisiert die digitale Umwandlung unserer Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund kamen die Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren sofort auf die Idee, das Erlebnis Gasometer zu digitalisieren.

Wenn schon nicht live, im Original vor Ort, so sollte doch eine Begehung mit dem Smartphone in 360-Grad-Optik und mit einer 3D-Simulation möglich sein. So machten sich die Schüler Ben Balde, Maximilian Bleier, Simon Deichsel, Topmann Izuwa, Jens Kyas und Christian Müller mit ihrem Lehrer Marco Fileccia an die Arbeit. Sie recherchierten zur Funktion und zur Geschichte des Gasometers, fanden mit Friedhelm Lemken und Ludwig Kubatko zwei ehemalige Arbeiter, die den Gasometer vor über 40 Jahren gewartet hatten und ließen sich von ihnen und vom Gasometer-Team vor Ort Wächterhaus, Gasdruckscheibe, Schnellschlusssicherung, Führungsschienen und die Ausbläser auf dem Dach zeigen und in der Funktion erklären.

Bilder mit einer Spezialkamera gemacht

Sie brachten ihre Spezial-Kamera mit, die mit zwei Fischaugen-Linsen Fotos wie in einer Kugel mit 360-Grad-Blick ermöglicht, und erstellten insgesamt 14 Szenen, die den Gasometer von außen und innen zeigen. Sie bearbeiteten die Szenen digital, ergänzten bislang unveröffentlichte historische Fotos aus dem privaten Fotoalbum von Ludwig Kubatko, versahen die Szenen mit erklärenden Informationen und stellten sie anschließend online.

„Wirklich toll, was der Projektkurs des Heinrich-Heine-Gymnasiums da geleistet hat“, freut sich Gasometer-Geschäftsführerin Jeanette Schmitz. „Wer den Gasometer Oberhausen mit vielen Details erkunden möchte, kann dies jetzt vom heimischen Rechner oder sogar in 3D auf dem Smartphone. Nur der Raumeindruck des Originals bleibt natürlich einzigartig und unerreicht.“

Die Tour durch den Gasometer ist mit jedem Browser abrufbar auf hhg-ob.org/gasometer. Für den 3D-Effekt ist eine Virtual-Reality-Brille notwendig, in die das eigene Smartphone gesteckt werden kann. Solche „Cardboard“-Brillen gebe es für wenige Euro zu kaufen, meint Marco Fileccia. Ein Bastel-Set für eine solche Brille hat das „Heine“ spendiert, Gasometer-Besucher können an der Kasse danach fragen – so lange der Vorrat reicht.

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