Nahverkehr verbessern

Oberhausener Ratsgruppe zeigt heute Idee zur Centro-Seilbahn

Die über einen Kilometer lange Seilbahn in Venlo – eine Aufnahme aus dem Jahr 2012.

Die über einen Kilometer lange Seilbahn in Venlo – eine Aufnahme aus dem Jahr 2012.

Foto: Ulla Michels / WAZ FotoPool

Oberhausen.  Die zweiköpfige Ratsgruppe „Offen für Bürger“ (OfB) stellt heute in ihrem Büro an der Marktstraße ihre Idee einer Seilbahn zum Centro vor.

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Die kleine, zweiköpfige Ratsgruppe „Offen für Bürger“ (OfB) setzt sich schon seit längerem dafür ein, den Stau rund ums Centro durch eine Seilbahn vom RWO-Stadion zum Einkaufszentrum zu entlasten.

Deshalb unterstützen die Ratsherren Albert Karschti und Werner Nowak den jetzigen Vorschlag der SPD, eine Nahverkehrslinie von den großen Parkplätzen am Niederrhein-Stadion zum Centro zu errichten. Die SPD will prüfen, ob diese Verbindung mit einem Bus, einem Skytrain oder einer Seilbahn sinnvoll ist.

Die OfB bevorzugt eine Seilbahn und träumt schon einmal in einer Pressemitteilung: „Am Parkplatz des RWO-Stadions lässt man sein Auto stehen, denn dort wartet schon die Gondel einer Seilbahn. Hoch hinaus geht es erst zum Schloss Oberhausen, wo Hochzeitspaare die Ehe schließen. Dann ein Stück den Kanal entlang zum Gasometer mit seinen bemerkenswerten Ausstellungen und ab in die Neue Mitte. Den Stau am Centro lässt man unter sich.“

Für die kommende Ratssitzung im November bereitet OfB einen Prüfantrag für die Seilbahn vor. Am heutigen Mittwoch, 16. Oktober, wird ab 18.30 Uhr ein erster Entwurf der Seilbahn im OfB-Büro an der Marktstraße 133 den Bürgern vorgestellt.

Mit der Seilbahn bis zur Haltestelle der Linie 105

Die Seilbahn könnte dann nach Vorstellung der OfB sogar so weit geführt werden, dass sie übers Stahlwerksgelände bis zu der heutigen Endhaltestelle der Essener Straßenbahnlinie 105 an der Unterstraße in Frintrop läuft. Dank kurzer Gondel-Takte soll man kaum Wartezeiten fürs Umsteigen haben.

„Eine Seilbahn wäre nicht nur eine starke Attraktion für den Standort Oberhausen, sondern auch eine klimafreundliche elektrische Alternative zum Autoverkehr und sogar für den Lückenschluss zur Linie 105“, glaubt Nowak. Zudem könne sie so attraktiv sein, dass die Gondel-Fahrten neue Touristen anzieht. „Die Seilbahn ist zum einen kostengünstiger im Bau und im Unterhalt als eine Verlängerung der Straßenbahnlinie 105, zum anderen lassen sich die Strecken einfacher und flexibler ausbauen und verlegen.“

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