Parkgebühren-Erhöhung

Oberhausener Krankenhaus bietet mehr eigene Parkplätze an

Das Evangelische Krankenhaus Oberhausen (EKO) will mehr eigene Parkplätze für Mitarbeiter im Umfeld anbieten.

Das Evangelische Krankenhaus Oberhausen (EKO) will mehr eigene Parkplätze für Mitarbeiter im Umfeld anbieten.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Die drastische Erhöhung und Ausweitung der Parkgebühren in Alt-Oberhausen ruft nun auch Arbeitgeber auf den Plan: Sie suchen nach Lösungen.

Auf die deutlich erhöhten und ausgeweiteten Parkgebühren im Innenstadtbereich von Alt-Oberhausen reagiert das Evangelische Krankenhaus (EKO), das an der Virchowstraße 20 jährlich 20.000 Patienten verarztet und 1000 Mitarbeiter beschäftigt. Die EKO-Geschäftsführung will die Kosten von rechnerisch 180 Euro pro Monat an Parkgebühren für Beschäftigte deutlich reduzieren – in dem sie der Belegschaft mehr eigene Parkplätze anbietet als bisher.

So stehen nach Angaben von EKO ab Dezember 50 zusätzliche Parkplätze für EKO-Mitarbeiter beim Möbelhaus XXXLutz an der Straßburger Straße 52 bereit – zum Mietpreis von 40 Euro im Monat. Der gegenüberliegende Parkplatz am Facharztzentrum ist für alle Nachtschichtler zwischen 18.30 Uhr und 6.45 Uhr sowie am Wochenende von Freitag 18.30 Uhr bis Sonntag 24 Uhr geöffnet – die Schranke hebt sich mit dem Dienstausweis, der Parkplatz ist für EKO-Mitarbeiter dann kostenfrei.

Darüber hinaus prüft das Klinikmanagement, ob auf dem Gelände des Krankenhauses selbst mehr Parkplätze für die Belegschaft eingerichtet werden können. Dabei gibt es auch Pläne, das EKO-Parkhaus um eine Parkebene aufzustocken. Hier soll möglicherweise die Zahl der Kurzzeitparkboxen zugunsten von Mitarbeiter-Parkplätzen reduziert werden. Da am Jahresende oder zu Jahresbeginn das St.-Josef-Hospital an der Mülheimer Straße durch das Katholische Klinikum Oberhausen (KKO) aus Kostengründen geschlossen wird, diskutiert man mit der dortigen Geschäftsführung auch, ob Parkplätze im Parkhaus künftig für EKO-Mitarbeiter angemietet werden können.

Das Krankenhaus will aber auch Pendler unterstützen, die nicht mit dem Auto zur Arbeit fahren, sondern umweltfreundlich mit Bussen und Bahnen – oder gar mit dem Fahrrad. So bietet der Arbeitgeber für EKO-Beschäftigte vergünstigte Jobtickets im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) an. Für das EKO-Areal wird ebenso geprüft, ob dort zusätzliche Garagen für Fahrräder errichtet werden.

Doppelt so hohe Parkgebühren wie bisher

Seit dem Sommer müssen Autofahrer in den Innenstädten von Alt-Oberhausen und Sterkrade doppelt so hohe Parkgebühren zahlen wie bisher. Zudem werden die Gebiete, in denen die Stadt Parkgebühren kassiert, im Laufe dieses Jahres schrittweise durch den Betrieb neuer Parkautomaten erweitert. In der Ratssitzung am 23. September hat der Rat vor allem auf Betreiben von SPD und Linken ein Moratorium durchgesetzt: Bis zur nächsten Ratssitzung am 18. November bleiben die neuen Automaten ohne Funktion, um die Situation der Pendler unter den Autofahrern stärker zu beleuchten – und den Kostendruck für sie abzumildern.

Bezahlt werden müsste nach der bisher beschlossenen Gebührenordnung montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, samstags von 9 Uhr bis 14 Uhr – wöchentlich würde die Stadt damit 16 Stunden mehr Parkzeit als bisher berechnen. Derzeit kostet in Oberhausen eine Stunde Parken nur 50 Cent, ab Juni sollte es nach der neuen Gebührenordnung 1 Euro sein. Der Rat hatte die neue Parkgebührenordnung auf Grundlage eines umfangreichen Gutachtens zum Parkdruck in Sterkrade und Alt-Oberhausen im Mai 2019 eigentlich mit breiter Mehrheit endgültig abgesegnet. Nur sieben Ratsleute stimmten damals gegen die Preisexplosion: Linke Liste, „Offen für Bürger“ und die Bürgerliste.

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