Escape Room

Oberhausener Kirche verwandelt sich in einen Escape Room

Jonas, Marcel, Xenia und Anna-Lena (v.l.) haben Spaß in der Erlebnisausstellung  „Wo ist Jona?“ in der Oberhausener Jugendkirche Tabgha.

Jonas, Marcel, Xenia und Anna-Lena (v.l.) haben Spaß in der Erlebnisausstellung „Wo ist Jona?“ in der Oberhausener Jugendkirche Tabgha.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Oberhausen. Plötzlich spricht Gott. „Gut, dass ihr hier seid. Ich habe einen wichtigen Auftrag für Euch. Ihr müsst mir helfen, Jona wieder zu finden.“ Ein paar Momente später begeben sich drei Teams mit je vier Mädchen und Jungen auf Spurensuche. Die Suche nach dem Propheten beginnt – in der Jugendkirche Tabgha. Hier ist seit Mitte Mai ein Escape Room (dt. Fluchtraum) aufgebaut. Ein ungewöhnlicher Ort dafür.

Im fast kompletten Bereich der Kirche inklusive Vorraum befinden sich zahlreiche Logik-Rätsel, Hinweise und knifflige Aufgaben. Eines der Teams besteht aus Xenia, Anna-Lena, Marcel und Jonas (alle 15). Sie gehören zu einer zwölfköpfigen Firmgruppe, die an diesem Abend den Rätselspaß in der Tabgha besucht. Zur Unterstützung sind die drei Honorarkräfte Franziska, Lydia und Sven mit dabei.

Wissen führt zu den Schatztruhen

Zuerst wird ein Schiffsticket zur symbolischen Überfahrt gesucht. Kisten mit Sand und Muscheln werden durchwühlt, herumhängende Netze und Seile werden überprüft, unter fast jeder Deko wird geschaut, ob sich dort ein Hinweis versteckt. Die Gruppen finden etwas und nutzen die gewonnenen Erkenntnisse, um die nächsten Schatztruhen zu öffnen.

Erst sind die Teilnehmer auf sich gestellt, an der großen Tür wartet die nächste Herausforderung, die gemeinsam gelöst werden muss: Ein Richtungsschloss! Nach ein paar Abstimmungsproblemen ist auch dieses Hindernis überwunden. Die Gruppen teilen sich wieder auf, für alle markieren farbige Wale die passenden Rätsel. „Es ist schön zu sehen, dass sie gemerkt haben, dass es zu zweit deutlich schwieriger ist als zu viert“, merkt Begleiterin Franziska an, die ihre Gruppe genau beobachtet und bei Problemen Tipps geben kann. Fragen zu den Aufgaben beantwortet sie dagegen nicht.

Der erste Raum war hell, hinter der Tür sind die Farben dunkler, die Schatten tiefer. Die Taschenlampen gehen an. Auf Papierschnipseln stehen weitere Botschaften, die die Geschichte erzählen und neue Hinweise geben. Kurz darauf trennen sich die drei Rätseltruppen.

Drei Gruppen auf hoher See

Kissen, Schatzkarten, Kerzen und wechselnde Beleuchtung warten auf die Mädchen und die Jungs. Plötzlich befinden sich alle Gruppen auf hoher See. Lange, blaue Krabbeltunnel stellen die Wellen dar. Schiff ahoi! Ohne viel vorweg nehmen zu wollen, sind danach neben guten Augen auch Sandkasten- sowie Mathequalitäten gefragt. Nach rund anderthalb Stunden die frohe Botschaft für alle: Jona ist gerettet.

„Am Anfang hat es etwas länger gedauert, dafür haben die Gruppen nachher Zeit aufgeholt. Insgesamt eine vernünftige Zeit“, sagt Begleiterin Lydia. Xenia ist zufrieden: „Das waren gute Rätsel und ohne genauen Zeitdruck war es angenehmer zu spielen.“ In kommerziellen Escape Rooms haben die Teilnehmer eine bestimmte Zeit zur Verfügung, oft 60 Minuten, um alle Rätsel zu lösen. Anna-Lena schließt sich an: „Die Vielfalt der Aufgaben hat Spaß gemacht.“

Am Ende schreiben alle Teilnehmer auf graue Kärtchen, wo sie ihre Fähigkeiten gut einbringen konnten oder was beim nächsten Mal besser klappen könnte.

Das abschließende, für die Teilnehmer verdeckte Urteil lautet: Zwölf Daumen nach oben für zwei unterhaltsame Stunden.

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