Neueröffnungen

Oberhausener Kaufleute nutzen den Trend zum Fahrrad

Das Team des neuen Fahrradgeschäftes „e-motion“ konzentriert sich an der Straße Zur Eisenhütte 18 in Oberhausen auf Räder mit elektrisch angetriebenem Motor.

Foto: Herbert Höltgen

Das Team des neuen Fahrradgeschäftes „e-motion“ konzentriert sich an der Straße Zur Eisenhütte 18 in Oberhausen auf Räder mit elektrisch angetriebenem Motor.

OBERHAUSEN.   Am Wochenende eröffneten gleich zwei Zweiradgeschäfte in Oberhausen – die Geschäftsinhaber haben sehr unterschiedliche Zielgruppen im Blick.

Sie stürzen sich in halsbrecherischen Manövern über Stock und Stein den Berg hinunter, immer auf der Suche nach neuen, herausfordernden Strecken: Mountainbiker lieben den Adrenalinkick. In der Szene weit über die Oberhausener Grenzen hinaus bekannt ist die Halde Haniel. Die Bergspezialisten unter den Radfahrern, die sogenannten Downhill-Fahrer, messen sich dort gerne – auch auf zum Teil nicht ganz legalen Strecken abseits der Wege.

Ein Szenetreff für Sportler

Fahrradhändler Daniel Dellen und seine Frau Anja wollen mit ihrem neuen Fahrradgeschäft am Fuße der Halde jetzt einen Szene-Treffpunkt für die Sportler etablieren. Dass bei „Watz Up“ an der Kirchhellener Straße nicht nur Fahrräder verkauft werden, machte die Eröffnungsparty am Samstag deutlich. In den früheren Geschäftsräumen des Autohauses Hoffmann dreht sich nun alles um Zweiräder.

Zahlreiche Sportler kamen zum Fachsimpeln oder um eines der Räder aus der Testflotte des Ladens auszuprobieren, Hersteller präsentierten sich mit Ständen und ein Kamerateam produzierte Image-Videos. Anja Dellen ist überwältigt von dem großen Andrang: „Mit so viel hätten wir nicht gerechnet“, sagt sie. Da wurden sogar die Parkplätze an der Halde knapp.

Seit 1993 vertreibt Daniel Dellen Zweiräder und ist deshalb gut vernetzt. Sein Laden an der Ebertstraße wurde dem Familienvater nun zu klein. Die neuen 450 Quadratmeter Verkaufsfläche und die ideale Lage inspirieren ihn jedoch zu mehr: Zusammen mit seiner Frau plant er, eine Ladestation für elektrisch betriebene Fahrräder einzurichten. Außerdem plant er Veranstaltungen für die Szene. Besonders einsetzen möchte er sich dafür, dass an der Halde eine offizielle Strecke für die Radfahrer eingerichtet wird. „Das wäre schön“, sagt auch Anja Dellen.

Um Fahrspaß ging es am Samstag auch bei „e-motion“, dem ersten Fachgeschäft für elektronisch unterstützte Fahrräder in Oberhausen. Werner aus der Fünten und sein Geschäftspartner Karl-Josef Pinger vertreiben in ihrem neu eröffneten Laden (Zur Eisenhütte 18) E-Bikes, Drei- und Lastenräder. „Wir machen nur Elektrisches“ sagt der Elektriker aus der Fünten.

Der Geschäftsmann ist selbst viel mit dem Fahrrad unterwegs und hat die Vorteile des kleinen Motors schätzen gelernt: „Es erleichtert den Fahrweg.“ Anders als viele glauben fahren aber auch E-Bikes nicht von selbst: Der Motor unterstützt den Fahrer nur, in die Pedale muss getreten werden. Die Räder eignen sich damit ideal für lange Strecken oder ältere Fahrer.

Bei „e-motion“ gibt es außerdem spezielle Räder für Menschen mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen. Das kommt gut an: „Die Menschen sind sehr dankbar, dass es sowas überhaupt gibt“, sagt aus der Fünten. Viele seiner Kunden nutzen das Rad für den täglichen Weg zu Arbeit. Das freut auch die Arbeitgeber: Über die Initiative „JobRad“ stellen auch in Oberhausen viele Firmen ihren Angestellten geleaste Fahrräder zur Verfügung.

>>> E-BIKES BIS ZU 25 KM/H SCHNELL

Die akkubetriebenen Räder dürfen bis zu 25 Stundenkilometer schnell werden und können ohne Führerschein genutzt werden. Tritt der Fahrer auch in die Pedale, sind der Geschwindigkeit keine Grenzen gesetzt.

Der Akku reicht im Schnitt für 100 bis 130 Kilometer. Je nach Einstellung unterstützt er den Fahrer mehr oder weniger stark.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik