Demokratie-Konferenz

Oberhausener Karnevalszug künftig mit Demokratie-Wagen?

Dirk Paasch  von der Koordinierungs- und Fachstelle des Bundesprogramms „Demokratie leben“  klärte die Konferenz-Teilnehmer über den aktuellen Stand der Projektarbeit auf.

Foto: Oliver Müller

Dirk Paasch von der Koordinierungs- und Fachstelle des Bundesprogramms „Demokratie leben“ klärte die Konferenz-Teilnehmer über den aktuellen Stand der Projektarbeit auf. Foto: Oliver Müller

Oberhausen.   Im Bürgerzentrum Alte Heid diskutierten gut 50 Oberhausener darüber, wie man demokratische Werte vermitteln kann.

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Rundum zufrieden sind die Veranstalter der mittlerweile 3. Oberhausener Demokratie-Konferenz am Dienstag im Bürgerzentrum „Alte Heid“: „Wir hatten die Hütte voll, etwas mehr als 50 Personen sind gekommen – Vertreter von Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Kirchen, Schulen sowie Politik und Verwaltung und auch geflüchtete Menschen“, freute sich Dirk Paasch, Koordinator des Projekts „Demokratie leben“ in Oberhausen, über die gute Resonanz und das sehr breit gestreute Teilnehmerspektrum.

Lage in sozialen Brennpunkten verbessern

Bevor’s an die konkrete Arbeit ging, nutzte Oberbürgermeister Daniel Schranz die Gelegenheit, sich bei all denen zu bedanken, die sich für ein weltoffenes Oberhausen engagieren und sich allen antidemokratischen Tendenzen entgegenstellen.

Im praktischen Teil ging’s danach darum, gemeinsam ganz konkrete Ideen zu entwickeln, wie sich in sozialen Brennpunkten die Lage verbessern lässt oder wie man junge Oberhausener dafür begeistern kann, sich für demokratische Werte einzusetzen.

„Wir haben sechs Themenfelder vorgegeben“, erläuterte Paasch. Je acht Leute versammelten sich um einen Tisch, um konzentriert eine Viertelstunde lang eine Fragestellung zu diskutieren. „Dann wechselten alle bis auf den jeweiligen Moderator den Tisch, so dass am Ende jeder jedes Thema behandelt hat.“ Genau da habe sich dann die Stärke des sehr weit gefächerten Teilnehmerspektrums gezeigt. „Es war eine sehr intensive Arbeit und ein richtig guter Austausch“, meint Paasch.

Ein Fest der Demokratie für alle

Die Ergebnisse des Brainstormings, die von den sechs Moderatoren festgehalten wurden, werte man jetzt aus, um Anregungen in die Arbeit einfließen zu lassen: „Da kamen sehr viele Impulse“, freut sich Paasch. Wie zum Beispiel die Idee, mit einem Demokratiewagen am Karnevalszug teilzunehmen oder im nächsten Jahr eine Art Demokratiefest auf die Beine zu stellen.

Was das laufende Jahr angeht, informierte Paasch über den Stand der aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ finanzierten Projekte: „Wir haben 19 Projekte umgesetzt und bis jetzt rund 42 000 von den uns zur Verfügung stehenden 45 000 Euro ausgegeben. Besonders froh ist er, dass allein neun Projekte zusammen mit Schulen umgesetzt werden konnten: „Mit der Vermittlung demokratischer Werte muss man bei jungen Leuten ansetzen“, so Paasch.

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