Luise-Albertz-Halle

Oberhausener Jung-Gastronomen lieben den Stadthallen-Service

Sandy Gorny (l.) und Sam Terbeck, beide Geschäftsführer der „CCO Event Gastronomie GmbH“ in Oberhausen, möchten den Gastronomie-Service für alle Veranstaltungen der Luise-Albertz-Stadthalle auch künftig weiter betreiben.

Sandy Gorny (l.) und Sam Terbeck, beide Geschäftsführer der „CCO Event Gastronomie GmbH“ in Oberhausen, möchten den Gastronomie-Service für alle Veranstaltungen der Luise-Albertz-Stadthalle auch künftig weiter betreiben.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Die Jung-Unternehmer Sam Terbeck und Sandy Gorny schöpfen wieder Hoffnung, doch noch die Gastronomie in der Stadthalle weiter zu machen.

Die jüngste politische Schlappe des amerikanischen Hallen- und Stadionbetreibers SMG Entertainment bei der Übernahme der Oberhausener Stadthalle bewegt die derzeitigen Gastronomen vor Ort dazu, noch einmal ihren Hut in den Ring zu werfen.

„Unsere Hoffnung ist jetzt natürlich gestiegen, dass wir doch noch nach Dezember 2019 die gastronomischen Dienstleistungen für die Luise-Albertz-Halle weiter betreiben können“, sagt Sam Terbeck, Geschäftsführer der „CCO Eventgastronomie GmbH“.

Zusammen mit seinem Partner Sandy Gorny hatte er Anfang 2018 die Getränke- und Speisenversorgung aller Veranstaltungen in der Traditions-Stadthalle übernommen – von Messen über Jahreshauptversammlungen bis hin zu Brauchtumsveranstaltungen. Damals hat die Stadt den beiden Oberhausener Jungunternehmern, die auch mehrere „Charlie’s Kantinen“ im Stadtgebiet betreiben, für die Luise-Albertz-Halle nur einen Zwei-Jahres-Vertrag gegeben.

Der Sinneswandel des Oberhausener Rates

Der Rat hatte sich dann mit knapper Mehrheit im Februar 2019 für den erfolgreichen Köpi-Arena-Organisator SMG entschieden – und damit gegen die Alternative, die Hallengastronomie Terbeck und Gorny weiter zu überlassen und für den Hallenbetrieb einen hauptamtlichen Geschäftsführer zu beschäftigen. SMG will auf jeden Fall nicht nur die Halle bespielen, sondern auch die gastronomische Versorgung erledigen – weil hier gute Verdienstspannen möglich sind.

Die Ratsmehrheit hoffte damals auf das hervorragende Hallen-Netzwerk von SMG, Synergien mit der Köpi-Arena (zwei Hallen mit einem Team) – und damit auf einen sinkenden Zuschuss von derzeit 1,17 Millionen Euro. SMG will zudem noch 200.000 Euro in die Halle stecken und überlässt 40 Prozent des künftigen Hallen-Gewinns der Stadt.

Kurz vor der Sommerpause jedoch entschied sich der Rat überraschend gegen den monatelang ausgehandelten Stadthallenvertrag mit der SMG. Die Konditionen seien für die Stadt zu risikoreich, meinten mehrere Ratspolitiker von den Linken und der SPD. Nun will SMG intensiv mit der Stadtspitze und den Fraktionen reden – und für ihr Engagement werben.

„Als Oberhausener kennen wir die Wünsche unserer Kunden sehr gut“

Terbeck und Gorny hoffen jedoch, dass am Ende doch noch das Modell mit ihnen und einem hauptamtlichen Hallenchef zum Zuge kommt. „Wir sind Gastronomen aus Leidenschaft. Einer von uns Geschäftsführern ist bei jeder Veranstaltung vor Ort. Wir richten uns nach den Wünschen unserer Kunden – und als Oberhausener kennen wir die sehr gut“, wirbt Terbeck für seine „CCO Eventgastronomie GmbH“.

Ein kleines Beispiel: Bei Karnevalsfeiern habe es statt des üblichen einfach zu servierenden Flaschenbiers frisches Pils vom Fass gegeben. „Unsere Kunden, egal ob Vereine oder Kongressveranstalter, waren mit unserem Service, mit Speisen und Getränken sehr zufrieden.“

Gorny und Terbeck versprechen: Sobald sie sicher wissen, dass sie weitermachen dürfen, würden sie wie vor ihrem Start 2018 erneut in die Gastronomie der Stadthalle umfangreich investieren – wieder Azubis einstellen und mehr Arbeitsplätze schaffen.

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