Parkraum-Konzept

Oberhausener Grüne wünschen sich noch höhere Parkgebühren

Die Oberhausener Grünen wollen die Verkehrswende weg vom Auto voranbringen – auch durch höhere Parkgebühren (von links): Louisa Baumann, Andreas Blanke, Felix Banaszak, Norbert Axt, Katrin Menzel und Steffi Opitz.

Die Oberhausener Grünen wollen die Verkehrswende weg vom Auto voranbringen – auch durch höhere Parkgebühren (von links): Louisa Baumann, Andreas Blanke, Felix Banaszak, Norbert Axt, Katrin Menzel und Steffi Opitz.

Foto: Kerstin Bögeholz / Funke Foto Services GmbH

Oberhausen.  Viele Bürger fühlen sich durch höhere Parkgebühren abkassiert. Die Oberhausener Grünen wollen aber die Verkehrswende weg vom Auto voranbringen.

Die Oberhausener Grünen haben nicht nur zwei Mal im Jahr 2018 und 2019 der deutlichen Verteuerung der Parkpreise in der Innenstadt und in Sterkrade zugestimmt, sondern argumentieren jetzt auch öffentlich, warum dies notwendig ist.

„Wir müssen in der Verkehrspolitik endlich umsteuern. Wenn Parkgebühren zumindest ähnlich hoch wären wie die Fahrpreise für Bus und Bahn, würden Autofahrer zögern, mit dem Auto in die Stadt zu fahren und häufiger den öffentlichen Nahverkehr nutzen. Wir hätten uns noch höhere Gebühren gewünscht, dies war aber politisch nicht mehrheitsfähig“, sagte Grünen-Fraktionschef Andreas Blanke. Er reagiert damit auf Kritik der CDU, die Grünen würden „sich in die Büsche schlagen“, seitdem viele Bürger verärgert über die Aufstellung neuer Parkautomaten sind.

Kein kostenloser Parkplatz im Oberhausener Stadtzentrum

Blanke bestätigt auch, dass die Grünen den Vorschlag der Stadtspitze um Oberbürgermeister Daniel Schranz (CDU) abgeschmettert haben, mit dem DGB-Parkplatz an der Friedrich-Karl-Straße mindestens einen Ort im Zentrum zu schaffen, an dem die Autos kostenlos mit Parkscheibe abgestellt werden dürfen. „Aus unserer Sicht wären kostenlose Parkplätze am DGB Parkplatz vollkommen unpassend gewesen“, schreibt Blanke – angesichts der notwendigen Umsteuerung.

Der Grünen-Politiker lobt sogar die Oberhausener CDU. Man sei erfreut, dass diese nun auch ihr Herz für den Klimaschutz und ansatzweise für eine zeitgemäße Mobilität entdeckt habe. „Das war ja in der Vergangenheit leider nicht immer so. Da pustete man sich ja gerne mal als verlängerter Arm des ADAC auf.“ Die Parkraumbewirtschaftung sei auch ein Instrument für bessere Luft. „Jedes Fahrzeug weniger auf den Straßen ist ein Gewinn für die Menschen. Oftmals ist es reine Bequemlichkeit nicht auf das Auto zu verzichten.“

Es könne auch nicht Aufgabe der städtischen Parkraumbewirtschaftung, der Politik oder des Oberbürgermeisters sein, kostenlose und subventionierte Parkflächen bereitzustellen. Dies sei in Fällen, wo man wirklich auf sein Auto angewiesen ist, ein Thema zwischen Beschäftigten und Arbeitgeber.

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