FRAUEN-FilmTAGE

Oberhausener Frauenfilmtage „Visuelle“ vor dem Start

Die Frauen hinter den Oberhausener Frauenfilmtagen (v.l.): Yvonne Rettig (Volksbank), Sabine Bergforth (Kulturbüro),  Birgit Konopatzki (EVO), Claudia Slomma (Zonta), Britta Costecki (Gleichstellungsbeauftragte), Nicole Bitter (Zielgruppe), Sabine Buß (Zonta) und Petra Rockenfeller (Lichtburg).

Die Frauen hinter den Oberhausener Frauenfilmtagen (v.l.): Yvonne Rettig (Volksbank), Sabine Bergforth (Kulturbüro), Birgit Konopatzki (EVO), Claudia Slomma (Zonta), Britta Costecki (Gleichstellungsbeauftragte), Nicole Bitter (Zielgruppe), Sabine Buß (Zonta) und Petra Rockenfeller (Lichtburg).

Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Zum fünften Mal präsentiert die Lichtburg vier Tage lang Filme von Frauen für Frauen. Interessante Formate bieten Stoff für Diskussionen.

„Visuelle“, die kleinen, aber feinen Oberhausener Frauenfilmtage, sind mittlerweile zum Markenzeichen geworden: Vom 2. bis 5. März bieten sie zum mittlerweile fünften Mal eine Plattform für Filme über Frauen, Filme für Frauen und insbesondere Filme von Frauen.

Besucherinnen jeden Alters (und durchaus auch Besucher) dürfen sich in der Lichtburg auf eine Auswahl von Filmen freuen, die auch nach dem Abspann noch reichlich Stoff zur Auseinandersetzung mit Frauenleben und Frauenrollen bieten. Erstmals wird in diesem Jahr auch ein Publikumspreis für den besten Film vergeben.

Tragikomödie zum Auftakt

„Wann endlich küsst du mich?“ heißt es zum Auftakt am Donnerstag, 2. März, um 18.30 Uhr. Die vielschichtige Tragikomödie um eine nach Perfektion strebende Mutter, die zeitgleich mit einer ihrer Töchter ungeplant schwanger wird, ist eine NRW-Premiere. Die noch junge Regisseurin Julia Ziesche kommt zur Eröffnung der Frauenfilmtage nach Oberhausen, um im Anschluss mit dem Publikum über ihren Debütfilm zu diskutieren.

Ebenfalls NRW-Premiere feiert die Dokumentation „Geschichte einer Liebe – Freya“. Sie ist am zweiten Filmabend, am Freitag, 3. März, um 18.30 Uhr zu sehen. Der politische Film widmet sich als zeitgeschichtliches Dokument dem Briefwechsel zwischen Freya Deichmann und ihrer großen Liebe, dem Nazi-Widerstandskämpfer Helmuth von Moltke. Regisseurin Antje Starost hat ihr Kommen zu dem vom Zonta-Club gesponserten Filmabend um zwei mutige Liebende zugesagt.

Das Einwanderer-Drama „Marija“ steht am Samstag, 4. März, um 18.30 Uhr auf dem Programm: Marija flieht aus der wirtschaftlichen Aussichtslosigkeit in ihrer Heimat, der Ukraine, nach Dortmund, wo sie versucht, genug Geld zusammen zu bekommen, um ihren eigenen Frisiersalon zu eröffnen. Produzentin Claudia Steffen steht im Anschluss zum Filmgespräch bereit. Dieser Filmabend wird durch den Integrationsrat finanziell gefördert.

Von der Berlinale nach Oberhausen

Die Filmbiografie „Maudie“ zeichnet das Leben der kanadischen Künstlerin Maud Lewis nach, die schon als Jugendliche durch rheumatische Arthritis gezeichnet ist. Um ihren Lebensunterhalt zu sichern, heuert sie als Haushälterin bei Everett Lewis an, der sie zunehmend dabei unterstützt, ihrem eigentlichen Talent – der Malerei – nachzugehen. Der Film, der am Sonntag, 5. März, um 18.30 Uhr beginnt, war bislang nur auf der Berlinale zu sehen. Eine synchronisierte Fassung gibt es noch nicht, weshalb dieses Werk im Original mit Untertiteln läuft.

Der Eintritt für die „visuelle“- Filme in der Lichtburg beträgt 8 Euro für Erwachsene (Gruppen ab zehn Personen zahlen sechs Euro pro Nase). Nähere Informationen gibt es online auf der Homepage des Kinos: www.lichtburg-ob.de

Von echter Freundschaft und Polar-Abenteuern

Nicht nur für Erwachsene haben die Frauenfilmtage „visuelle“ etwas zu bieten. Begleitend gibt es am Freitag und Samstag, 3. und 4. März, ein ansprechendes Kinder- und Jugendprogramm mit medienpädagogischer Begleitung.

„Inui – Abenteuer am Nordpol“ können Kindergartenkinder am Vormittag des 3. März mit dem fröhlichen Eskimo-Mädchen Inui und ihren sprechenden Tierfreunden erleben. Die Vorstellung für junge Kinogäste aus Oberhausener Kitas ist bereits ausgebucht.

„Amelie rennt“ heißt es am Freitag, 3. März, um 11 Uhr sowie am Samstag, 4. März, um 16.30 Uhr für Kinder und Jugendliche ab elf Jahren. Der deutsch-italienische Film um das Thema echte Freundschaft stellt die asthmakranke, aufmüpfige, 13-jährige Großstadtgöre Amelie in den Mittelpunkt, die bei einer Reha in den Bergen einem geheimnisvollen Jungen begegnet, der erst nach und nach ihr Vertrauen gewinnt. Der Film mit den zahlreichen turbulenten Dialogen feierte auf der Berlinale Premiere und hat dabei viel Beachtung gewonnen. An die freitägliche Schulvorstellung schließt sich ein Gespräch mit Drehbuchautorin Natja Brunckhorst an.

Interessierte Schulen sollten sich vorab beim Lichtburg-Filmpalast ( 824 290) melden. Durch die Unterstützung der EVO und die Präsentation im Rahmen des Programms „Kulturrucksack NRW“ ist das Kinder- und Jugendfilmprogramm komplett kostenfrei.

Offene Vorstellung am Nachmittag

Für Jugendliche, die keinen Platz in der Schulvorstellung bekommen konnten, gibt’s am Samstagnachmittag, 4. März, um 16.30 Uhr die Möglichkeit, den Film in einer offenen Vorstellung in der Lichtburg zu besuchen. Mit der Kulturrucksack-Karte ist auch dann ein freier Eintritt möglich. Sie kann unter www.kulturrucksack.nrw.de erstellt werden.

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