Winterquartier

Oberhausener Feierabendmarkt zieht ins Zentrum Altenberg

Treffpunkt Feierabendmarkt: Besonders voll war die beliebte lukullische Meile bei schönem Wetter. Die Veranstalter haben mit dem Event bei den Oberhausenern ins Schwarze getroffen.

Treffpunkt Feierabendmarkt: Besonders voll war die beliebte lukullische Meile bei schönem Wetter. Die Veranstalter haben mit dem Event bei den Oberhausenern ins Schwarze getroffen.

Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Der Oberhausener Feierabendmarkt findet noch ein Mal auf dem Saporishja-Platz statt - dann bezieht er sein Winterquartier im Zentrum Altenberg.

Die Macher des Feierabendmarktes überlisten den Winter. Uwe Muth, zuständig fürs Marktmarketing, und Marktleiter Heinz Wagner laden am Donnerstag, 26. Oktober, noch einmal auf den Saporishja-Platz ein. Aber auf eine Winterpause wie in den beiden Jahren zuvor verzichten die Kaufleute. „Wir gehen ins Zentrum Altenberg, auf die Freiflächen und in die Hallen“, sagt Heinz Wagner. Die großen Trucks werden draußen stehen, kleinere Stände in den Hallen.

Den Anstoß für die Winter-Aktion lieferte der Betreiber des großen Trockenfrüchtestandes. „Er hat uns gebeten: Macht doch nicht so lange Pause, macht im Winter weiter“, sagt Uwe Muth. Sie seien dann mit den Machern vom Altenberg ins Gespräch gekommen. Erfolgreich. „Unser Markt ist übrigens der erste Brückenschlag zwischen Alt-Oberhausen und Lirich“, sagt Muth stolz.

Im November gibt es eine Pause

Fünf Winter-Märkte stehen: am 7. und 21. Dezember, am 11. Januar, 8. Februar und 8. März. Im April geht es mit 13 sommerlichen Veranstaltungen weiter. Nur im November gibt es eine Pause, um mal kurz Atem zu schöpfen. Muth und Wagner weisen auf den Plakaten für die Wintermärkte ausdrücklich auf einen kleinen Nikolaus hin. Der steckt in einem Verkehrsschild mit Schrägstrich. „Wir veranstalten keine Weihnachtsmärkte“, sagen die Männer. Einzig über den Winzer-Glühwein – roten und weißen – des Weingutes Mann aus Eckelsheim freuen sie sich. „Da besteht Suchtgefahr“, sagt Muth.

Die große Halle im Zentrum Altenberg soll auf jeden Fall geschmückt werden. Mit Licht will man für eine romantische, winterliche Stimmung sorgen. „Es wird ein Fest der Düfte“, verspricht Muth. Mit duftenden Crêpes, dem Winzerglühwein, Kaffee oder Trockenfrüchten. Natürlich gehört auch wieder Musik zum Konzept. Am 21. Dezember etwa gibt es eine Party mit der Band Earwaxx.

Namhafte Geschäftsleute beteiligen sich

Die beiden Marktmacher sind über den Erfolg ihres Angebotes selbst ein wenig überrascht: Sie hatten auf einige Aspekte Wert gelegt. So hatte das Verhältnis von Händlern und Angeboten von Geschäften aus Oberhausen ausgewogen sein sollen. Tatsächlich beteiligen sich jedesmal namhafte Geschäftsleute aus der Stadt an den Märkten. Antiquitäten Bloch ist etwa dabei, das Sportgeschäft vom Altmarkt oder die Pressbar aus Sterkrade. Eine Attraktion sei sicherlich der Stand mit den vielen Trockenfrüchten, aber auch eine Käsetheke mit 300 Käsesorten. „Wenn die Oberhausener entsprechende Angebote haben, dann geben sie auch Geld aus“, ist Wagner überzeugt.

Motto am Donnerstag: „Abschlussball“

Jeder Markt hat ein Motto. Der heutige nennt sich „Abschlussball“. Eine Band aus vier Männern lädt zum Tanzen ein. „Wenn der Markt schließt, geht die Party weiter“, sagen die beiden. Da gibt es Angebote im Salzbergwerk oder im Gdanska. Interessant sind für Muth und Wagner auch die Stimmung und der gute Zusammenhalt der Händler. Auch das mache das Besondere aus. Und dann sei es so, dass sich Oberhausener nach 25, 30 Jahren auf dem Feierabendmarkt wiedertreffen würden. „Uns ist es auch wichtig, dass die Leute mal sagen, dass sie aus Oberhausen kommen und nicht immer nur ihren Stadtteil nennen“, sagt Uwe Muth.

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