Einkaufszentrum

Oberhausener Centro möbelt die Coca-Cola-Oase kräftig auf

Wie ein Podium auf einem Uni-Campus gestaltet: Von der ersten Etage schaut man auf den Imbissbereich.

Foto: Centro

Wie ein Podium auf einem Uni-Campus gestaltet: Von der ersten Etage schaut man auf den Imbissbereich. Foto: Centro

Oberhausen.   Zehn Millionen Euro nehmen die Eigentümer des Oberhausener Centros in die Hand, um die mediterrane Imbisszone „Oase“ der Neuzeit anzupassen.

Gemütlicher, ruhiger, wärmer, wertiger und zugleich großzügiger – so soll in einem Jahr die berühmte „Coca-Cola-Oase“ des Centros aussehen, der Imbisstreff mit heute 20 verschiedenen Anbietern im größten Einkaufs- und Freizeitzentrums Europas. Satte zehn Millionen Euro investieren die Centro-Eigentümer Unibail-Rodamco und der kanadische Pensionsfonds CPPIB in den zweistöckigen kreisförmigen Raum mit einem Durchmesser von 60 Metern, 1150 Sitzplätzen und einer auffälligen gläsernen Kuppel.

Nach langer Vorplanung beginnen die Bauarbeiten für den neuen Centro-Treff im Januar. Im laufenden Betrieb soll dies bis Spätherbst so sanft geschehen, dass kein Kunde verschreckt wird.

Ein kleiner Dschungel

Aus den ersten Vorschlägen, im Rondell eine Dschungel-ähnliche Landschaft zu zaubern, sind Palmen, Grünbeete und grüne Wandtafeln übrig geblieben. Der Ausbau erfolgt mit derzeit trendigen, naturverbunden aussehenden Paletten und Hölzern in braun-grauen Erdfarben. Nicht verändern wird sich die beeindruckende Glaskuppel mit den Säulen darunter.

Mit Akustikpaletten gehen die Techniker dem allzu halligen Charme des Saales an den Kragen. Loungige Sitzmöbel und optisch mit Pflanzen und anderen Bodenbelägen abgetrennte Sitzecken sollen den Aufenthalt in der Oase gemütlicher machen. Die erst vor einem Jahr neu angeschaffte LED-Monitorwand bleibt. Deren Sound wird nur akustisch verbessert.

In der Mitte der Oase platziert das Centro-Management eine kleine Bühne, die regelmäßig von Musikern bespielt werden soll.

Am stärksten krempelt das Centro die obere Etage um: Hier entstehen ein bis zwei neue Restaurants und eine studentisch wirkende Podium-Galerie, von der man die Imbissfläche im Erdgeschoss gut beobachten kann.

Für Familien wird eine Spielecke eingerichtet, so dass sich Eltern mit ihren Kindern aus dem trubeligen Erdgeschoss zurückziehen können. Überall wird es Wlan geben – und Ladebuchsen für Handys.

Es entstehen 1300 Sitzplätze

Für einen luftigeren Raumeindruck wird der gläserne Aufzug an die Seite gerückt und eine neue Rolltreppe nach oben gebaut. Insgesamt entstehen 1300 Sitzplätze.

Mit dieser Grundrenovierung verabschiedet sich das Centro von dem seit der Eröffnung 1996 existierenden Design eines südeuropäischen Platzes: Die stilisierten spanischen Balkone verschwinden genauso wie die Gewölbe. „Das Thema hat sich überlebt. Wir wollen die Atmosphäre in der Oase so verbessern, dass unsere Kunden hier länger verweilen“, sagt Centro-Manager Marcus Remark. Derzeit halten sich Centro-Besucher in der Oase im Schnitt 25 Minuten auf.

Die derzeit existierenden Imbissanbieter bleiben erhalten. Das Centro ist nun noch auf der Suche nach einem neuen Namen für den „Food Court“: Oase klingt wohl zu sehr nach heißer Wüstenlandschaft.

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