Punk und Polka

Oberhausen: Vier Bands rocken die X-Mas-Party am Emscherdamm

Im sonnigen England vor der berühmten Transporter Bridge, dem Wahrzeichen von Oberhausens Partnerstadt Middlesbrough: The Magic Flip.

Im sonnigen England vor der berühmten Transporter Bridge, dem Wahrzeichen von Oberhausens Partnerstadt Middlesbrough: The Magic Flip.

Foto: Ingo Stöck

Oberhausen.  Im Holtener Kulturzentrum steigt am 14. Dezember eine ganz und gar nicht stille Nacht: mit einem Spektrum von Reggae bis zur Spelunken-Polka.

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Vier Bands, die ein Spektrum von „Spelunken-Polka“ bis „Ruhrpott-Soul“ bedienen – wenn das nicht nach einer schier endlosen „X-Mas-Party“-Nacht klingt? Der Schauplatz um am Samstag, 14. Dezember, um 20 Uhr abzuheben, befindet sich passenderweise an der Flugstraße 1, im Holtener Jugend- und Kulturzentrum Emscherdamm.

Kurz vor Weihnachten laden vier Bands aus Oberhausen und naher Umgebung wieder ein, um nochmal richtig Gas zu geben, bevor es allzu besinnlich wird. Waschechten Punkrock mit einer gehörigen Portion Reggae und Ska, so vielschichtig und bunt, wie das Ruhrgebiet selbst, versprechen „Pott Riddim“. Im Sommer dieses Jahres haben sie bei Olgas Rock in Osterfeld bereits mächtig abgeräumt. Den Gig im Emscherdamm nutzen die fünf Jungs als Abschluss eines grandiosen Jahres. Danach verschanzen sie sich wieder im Studio und arbeiten an ihrem zweiten Album.

„Punk ist dem Pott sein Soul“ meint Judy Jetson, die Bassistin von „Beatmartin“. Also kann man die Musik des Quartetts gut und gerne als Ruhrpott-Soul betiteln. Fans von gutem alten Punk-Pop der Preisklasse Undertones, The Clash oder The Jam sollten hier auf ihre Kosten kommen.

The Magic Flip“ steht ebenfalls für melodischen Punkrock. Frontmann Andy hat sich schon vor 40 Jahren von der aus England anbrandenden Punkwelle davontragen lassen und Ende der 80er Jahre die ersten eigenen Songs komponiert und aufgenommen. Sowohl prügelschnelle als auch Midtempo-Songs zum Mitsingen lassen aufmüpfige Herzen höher schlagen.

Resistanzen 2“ stehen für Spelunken-Polka auf knarrenden Holzdielen und Umpa-Songs vom wilden Mann, wie sie sonst nur in verruchten tschechischen Hospodkas zu finden sind. Dazu braucht’s ein Schlagzeug, eine Gitarre, einen Bass und einen singenden, ächzenden, flüsternden und grölenden Akkordeonisten. In dieser Konstellation vereinen „Resistanzen 2“ überraschend Musikstile aus allen Ecken des Kontinents zu einem transeuropäischen Sound, der nur ein Ziel kennt: Das Publikum in biergeschwängerter Kneipenluft tanzend, singend und schwitzend völlig in der Ekstase des Moments aufgehen zu lassen.

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