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„Tierischer Weihnachtsmarkt“ Oberhausen: Hundebier zum Fest?

Bier und Pommes für Hunde: Solch ausgefallenen Produkte konnten Besucher beim „Tierischen Weihnachtsmarkt“ erstehen.

Bier und Pommes für Hunde: Solch ausgefallenen Produkte konnten Besucher beim „Tierischen Weihnachtsmarkt“ erstehen.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Rund 40 Aussteller präsentierten auf dem Tierischen Weihnachtsmarkt in Oberhausen ausgefallene Geschenke. Darunter: Bier und Pommes für Hunde.

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Der Matsch vom Vortag ist noch nicht getrocknet auf dem Gelände des Stadtsportbundes Oberhausen (SSB) an der Lindnerstraße. Doch das schreckt gerade Hundebesitzer nicht ab.

Rund 40 Aussteller haben am Samstag das zweite Jahr in Folge einen „Tierischen Weihnachtsmarkt“ auf der Anlage hinter dem Niederrhein-Stadion auf die Beine gestellt.

Matschiger Boden schreckt Hundebesitzer nicht ab

Der erste Eindruck erinnert noch an einen klassischen Weihnachtsmarkt – in dicke Jacken eingepackte Menschen flanieren umher, Glühwein- und Bratwurstgeruch liegen in der Luft und es gibt Stände, an denen geplaudert und gekauft wird. Erst beim Blick auf den Boden fällt der Unterschied auf: Zahlreiche Vierbeiner tummeln sich ebenfalls auf dem Gelände. Denn auf diesem besonderen Weihnachtsmarkt steht an diesem Tag das Tier im Vordergrund.

Allerdings wird komplett auf weihnachtliche Musik verzichtet. Denn das würde die vielen Tiere, die eh schon etwas aufgewühlt sind, nur unnötig nervös machen, erklärt Oliver Prochnau, Veranstalter des Marktes.

Leinen, Bälle, Decken, Plüschtierchen und vieles mehr gibt es hier zu stehen, die Leute stöbern und suchen nach einem Weihnachtsgeschenk für ihre flauschigen Liebsten. „Na, gefällt er dir?“, fragt eine Frau, während sie sich zu ihrem kleinen weißen Hund herunterbeugt. Das Hündchen wedelt aufgeregt mit dem Schwanz und beschnüffelt prompt den blauen Ball. Was bei dem Kleinen an Heiligabend unterm Baum liegt, scheint festzustehen.

Bratwurst und Glühwein für das Herrchen – Pommes und Bier für den Hund

Ausgefallenere Sachen findet man am Stand des Oberhausener Geschäfts „Prinzessdog“, das den „Tierischen Weihnachtsmarkt“ im vergangenen Jahr ins Leben gerufen hat. Dosenbier und Pommes haben sie dort nämlich im Angebot. Jedoch nicht für den Menschen, der sich damit einen gemütlichen Fußballabend machen wollte, sondern für Hunde.

„Natürlich ist in unserem ‘Dog Beer’ kein Alkohol“, erklärt Anke Kolorz-Schrage, Inhaberin von „Prinzessdog“. „Das ‘Dog Beer’ ist im Prinzip eine Fleischbrühe, die es in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt“. Auch die Pommes aus der Tüte, die sogenannten „Dog-Fries“ seien völlig bedenkenlos verzehrbar. „Da viele auch bei ihren Hunden auf eine ausgewogene, fettarme Ernährung achten, haben wir darauf geachtet, dass die ‘Dog-Fries’ möglichst fettarm sind“, sagt sie. Das Etikett verrät es: Die Hundefritten haben ein Fettgehalt von 0,8 Prozent. Da können echte Pommes für den Zweibeiner nicht mithalten.

Der Fokus des Weihnachtsmarktes liegt ganz klar auf dem Hund. Doch das soll sich in Zukunft ändern, erklärt Organsiator Oliver Prochnau. „Auch in diesem Jahr haben wir schon versucht, Angebote für verschiedene Tierarten mit einzubinden“, sagt er. „Wir haben beispielsweise Leute vom Schildkrötenschutz hier und auch für Katzen gibt es Stände“, erklärt er. Im nächsten Jahr soll das Angebot vielfältiger werden. So wollen die Veranstalter künftig zum Beispiel auch Stände für Kaninchen-Besitzer organisieren.

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