Pilotprojekt

Von der neuen Aufnahmestation entspannt in den Operationssaal

Helle Zimmer in der neuen Aufnahme – hier mit Uwe Schmidt, Sandra Wardenga, Vanessa Ahac, Dr. Holger Claßen und Astrid Waege-Mlakar vom EKO (v.li.).

Helle Zimmer in der neuen Aufnahme – hier mit Uwe Schmidt, Sandra Wardenga, Vanessa Ahac, Dr. Holger Claßen und Astrid Waege-Mlakar vom EKO (v.li.).

Foto: Christoph Wojtyczka

Bismarckviertel.   Projekt am EKO macht dem Stress der morgendlichen „Rush-Hour“ im Krankenhaus ein Ende: eine neue Aufnahmestation abseits des Stationsalltags.

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Als erstes Krankenhaus in Oberhausen hat das EKO eine spezielle Aufnahmestation für jene Patienten eingerichtet, die am gleichen Tag operiert werden. „Wir möchten, dass die Patienten möglichst entspannt in den OP kommen“, sagt Astrid Waege-Mlakar, Leiterin der Organisationsentwicklung (OE). Auf ihren Vorschlag ist das Projekt zurückzuführen – sie fand bei den Entscheidern im Evangelischen Krankenhaus Oberhausen sofort ein offenes Ohr. Seit Anfang November läuft bereits die Pilotphase. Die Resonanz ist äußerst positiv. Das gilt sowohl für die Patienten als auch für das beteiligte Krankenhauspersonal.

Nervöse Patienten werden beruhigt

„Die neue Aufnahmestation verhindert vor allem auch den morgendlichen Stress im Stationsalltag“, erklärt Chefarzt Holger Claßen von der Klinik für Gefäßchirurgie. Die Pflegekräfte müssen sich auf der Station nicht mehr zeitgleich um die Aufnahme und die Entlassung der Patienten kümmern. Und so fühlen sich die Patienten besser aufgenommen. Die spezielle Aufnahmestation bietet eine ruhige Atmosphäre. Hier werden in den Stunden vor der Operation Fragen beantwortet, nervöse Patienten werden beruhigt, der kommende Eingriff wird vorbereitet, Vitalfunktionen gemessen und Medikamente überprüft – abseits vom oft hektischen Krankenhausalltag.

„Die Patienten freuen sich, dass es hier auf der neuen Aufnahmestation so ruhig ist“, ziehen die Pflegekräfte Vanessa Ahac und Sandra Wardenga eine positive Bilanz mit Blick auf ihre Tätigkeit in der neuen Station seit Anfang November.

Für eine reibungslose Organisation ist rundum gesorgt. Die Kleidung und die Wertgegenstände der Patienten werden in Transportboxen gelegt, die dann versiegelt werden. Während des Eingriffs bringt der Transportdienst diese Boxen auf die Zielstation.

Räume standen zur Verfügung

Auf einem speziellen Informationszettel wird den Patienten die Idee der neuen Aufnahmestation im Detail erläutert: „Mit einer ruhigen Vorbereitung in unserer Aufnahmestation möchten wir dafür sorgen, dass Sie gut informiert und möglichst entspannt bleiben“, heißt es dort. Auch aus Sicht von Uwe Schmidt, Leitung OP sowie Pflege- und OP-Koordinator, hat sich die neue Aufnahme bereits bestens bewährt. Er weist darauf hin, dass das Projekt am EKO mit seiner weitläufigen Gebäudestruktur zum Glück ohne großen Vorlauf realisiert werden konnte. Die entsprechenden Räume standen zur Verfügung und konnten in kurzer Zeit hergerichtet werden. Die zurückliegende zweimonatige Pilotphase wird mit den Kliniken für Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie, Gefäßchirurgie und Urologie ausgewertet. Auch Herzkatheter-Patienten werden bereits in der neuen Station aufgenommen.

>>> Zwölf Betten von montags bis freitags

Zwölf Betten bietet die neue Aufnahmestation. Sie ist von montags bis freitags in Funktion und verfügt über 1,5 Stellen beim Pflegepersonal.

Der Tagesbetrieb in der Aufnahme ist um 14 Uhr beendet; nachts sind die Betten nicht belegt, denn dann befinden sich die operierten Patienten ja schon auf der regulären Station.

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