Spielplätze

Stadt Oberhausen legt weniger Spielplätze still als geplant

Soll aufgegeben werden: der Spielplatz an der Klörenstraße in Styrum

Foto: Kerstin Bögeholz

Soll aufgegeben werden: der Spielplatz an der Klörenstraße in Styrum Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.  Um Geld zu sparen, wollte die Stadt ursprünglich fünf Spielplätze in Alt-Oberhausen schließen. Jetzt stehen nur noch drei auf der Liste.

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80 000 Euro jährlich wollte die Stadt ab 2018 dadurch sparen, dass nicht mehr genutzte Spielplätze abgebrochen werden. Dieses Ziel gab der Rat der Stadt 2012 mit dem Haushaltssanierungsplan vor. „Es ist aufgrund der Bevölkerungsentwicklung und den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung nicht zu erreichen“, teilte die Stadtverwaltung vor kurzem der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen mit. Statt 16 Spielplätzen stadtweit werden, so schlug sie vor, nur noch zehn aufgegeben, davon drei im Stadtbezirk. Die jährliche Einsparung liegt damit nur noch bei 45 000 Euro.

Drei Ab- und zwei Zugänge

Gründlich hatte die Verwaltung zuvor geprüft, wie sich das Umfeld der jeweiligen Spielplätze entwickelt, ob es kaum noch oder künftig wieder mehr Kinder gibt und wie es um ihre Versorgung mit öffentlichen Spielflächen bestellt ist. Mit den daraus abgeleiteten Vorschlägen ging es dann in verschiedene Bürgerbeteiligungen. Und dabei stießen offenbar planerische Theorie und der Alltag der Bürger aufeinander.

So wurden aus fünf in Alt-Oberhausen zur Schließung vorgesehenen Plätzen nach Anhörung der Bürger noch drei, während hier aus verschiedenen Fördertöpfen ins­gesamt neun Spielplätze teils erheblich ausgebaut werden sollen.

In Styrum ist der Abbruch des Spielplatzes Lothringer Straße/ Ecke Josefstraße vom Tisch, ebenso in Alstaden der vom Platz am Matthias-Hendricks-Weg. Es bleibt dabei, dass die Anlagen Grevenstraße/Styrumer Allee und Klörenstraße 40, beide in Styrum, und ebenso die Fläche Möhnestraße 14 in Alstaden aufgegeben werden sollen.

Prioritäten gesetzt

Auf dem Platz Grevenstraße/Styrumer Allee hielten sich keine Kinder mehr auf. Deshalb habe man dort auch ganz auf eine Bürgerbeteiligung verzichtet, argumentierte die Verwaltung. Außerdem gehe die Fläche nicht vollständig verloren. Denn als Grünfläche stehe sie ja weiterhin zum Spielen zur Verfügung, hieß es. Der Platz an der Josefstraße müsse dagegen unbedingt erhalten bleiben, weil Kinder von zwei Kleinkinder-Betreuungen und von Ki­tas sie nutzen würden. Außerdem sei in Stadtmitte und Styrum ebenso wie in Oberhausen-Ost noch mit ei­nem Anstieg der Zahl der Kinder zu rechnen. Dem entspreche auch eine Bündelung von Spielflächen im Brücktorviertel. Im Uhlandpark ent­steht sogar zusammen mit der neuen Kita und dem Jugendzentrum „ParkHaus“ ein neuer Platz.

Für Lirich und Alstaden geht die Stadt auch nicht mehr von einem Bevölkerungsrückgang aus. Dort gilt die Versorgung mit Spielflächen als gut, zumal es mit dem Spielplatz im Ruhrpark seit 2011 eine Vorzeige-Anlage gebe. Für den Rückbau an der Möhne­straße gelte wie für die Grevenstraße, dass die dortige Grünfläche ja auch künftig als Spielfläche genutzt werden könne. Auch die Bürgerbeteiligung habe kein anderes Ergebnis gebracht.

Bürger haben sich stark gemacht

Für den Erhalt am Matthias-Hendricks-Weg hätten sich die Bürger dagegen stark gemacht. Im Neubaugebiet am Rechenacker sieht der Bebauungsplan noch den Neubau eines Spielplatzes vor.

Aufgewertet werden sollen in den nächsten Jahren die Spielplätze Blücherplatz in Stadtmitte und Styrumer Park in Styrum, Südmarkt und Grenzstraße mit der neuen Jugendfreizeitfläche, die Anlage Körnerstraße im Bismarckviertel, der Platz im Hausmannsfeld, der Uhlandpark, der Heinrich-Jochem-Platz in Lirich und die Volmestraße in Alstaden.

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