Brücken-Sanierung

Sieben Monate Brückenbaustelle sind in Borbeck angesagt

Mindestens sieben Monate Brückenbaustelle sind an der Ripshorster Straße/Unterbruch angesagt.

Foto: Michael Dahlke

Mindestens sieben Monate Brückenbaustelle sind an der Ripshorster Straße/Unterbruch angesagt. Foto: Michael Dahlke

oberhausen.   Eine über 100 Jahre alte Bahnbrücke wird saniert. Es ergeben sich lange Umwege für Autofahrer und Schulkinder.

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Die Absperrgitter stehen quer über die Ripshorster Straße, umfangreichere Rodungsarbeiten haben entlang der Gleise an vielen Stellen bereits stattgefunden. Das Hinweisschild direkt an der Brücke verkündet unmissverständlich, dass hier nun eine Dauerbaustelle angesagt ist.

Die Arbeiten zur Sanierung der maroden Bahnbrücke an der Ecke Ripshorster Straße / Unterbruch sind nun angelaufen. Viele Schulkinder sowohl aus Essen-Dellwig als auch aus Oberhausen-Borbeck müssen jetzt täglich einen größeren Umweg in Kauf nehmen, um zu ihren Schulstandorten auf beiden Seiten der Bahntrasse zu gelangen.

Eigens wurde eine Umleitung über die Quellstraße und Tunnelstraße bis zur S-Bahn-Station Dellwig und den dortigen Haltestellen ausgeschildert. „Viele Familien haben sich auch zu Fahrgemeinschaften zusammengeschlossen und bringen ihre Kinder zusammen morgens auf die andere Seite der Bahnlinie“, sagt der FDP-Politiker Immanuel Schuler.

Bis Mitte 2018 wird diese Situation andauern. Die alte Brücke muss weichen, an Ort und Stelle wird Schritt für Schritt eine neue Brücke erstellt und später passgenau in die viel befahrene Güterzugstrecke eingeschoben. Das soll nach dem jetzigen Zeitplan Mitte April 2018 erfolgen. Danach schließen sich noch weitere Arbeiten an, so dass an dieser Stelle der Straßenverkehr frühestens erst im Juni 2018 wieder regulär läuft.

Brücke ist über 100 Jahre alt

Immanuel Schuler ergänzte am Montag im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die umfangreiche Brückenbaustelle aus seiner Sicht eigentlich eine sehr gute Gelegenheit darstelle, seitens der Deutsche Bahn AG endlich für einen angemessenen Lärmschutz entlang der Trasse zu sorgen. „Leider passiert das nicht sofort. Wir wollen als Politiker aber bei diesem Thema dranbleiben, denn Lärmschutzwände zur Abschirmung der nahe gelegenen Wohngebiete sind hier wirklich dringend nötig.“

Jetzt ist allerdings erst einmal der Brückenaustausch angesagt, dessen Ablauf den Anwohnern bereits im September bei einer rege besuchten Informationsveranstaltung der Deutsche Bahn AG im Detail vorgestellt wurde.

Die alte Brücke ist über 100 Jahre alt. Auch für den Laien ist beim Blick von unten auf die Trägerkonstruktion und die deutlich erkennbaren Korrosionsschäden zu erahnen, dass diese Brücke ausgetauscht werden muss.

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