Schulsozialarbeit

Schul-AG stärkt das Selbstbewusstsein von Mädchen

Bei der Abschlussveranstaltung des Projekts „Starke Mädchen in Oberhausen“ wurden ein letztes Mal gemeinsam Vertrauensspiele gespielt.

Bei der Abschlussveranstaltung des Projekts „Starke Mädchen in Oberhausen“ wurden ein letztes Mal gemeinsam Vertrauensspiele gespielt.

Foto: Kerstin Bögeholz

OBERHAUSEN.  Abschlusstreffen von „Starke Mädchen in Oberhausen“ startete im Kaisergarten. Projekt fördert Teamfähigkeit und Vertrauen in die eigenen Stärken.

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Neben Mathe, Deutsch und Co. standen für 32 Mädchen Oberhausener Grundschulen seit Herbst 2018 Selbstbewusstsein, Sozialkompetenz und die Sensibilisierung für Rollenklischees auf dem Stundenplan. Allerdings auf rein freiwilliger Basis. Die wöchentlich stattfindende AG mit Rollenspielen, Kletterübungen und mehr wurde nun von einem Abschluss-Treffen im Kaisergarten gekrönt.

Bei kaltem, aber trockenem Wetter gab’s erlebnispädagogische Angebote, sprich Vertrauens- und Teamspiele – und zur Belohnung einen warmen Tee, der gemeinsam getrunken wurde.

Zonta-Club förderte das Projekt

Die Schulsozialarbeiterinnen scheinen ganze Arbeit geleistet zu haben, denn die Mädchen wirken selbstbewusst und eingespielt. „Wir haben als Team gearbeitet und nicht jeder für sich selbst“, sagt eine der 32 Grundschülerinnen. Im Kaisergarten balancierten die Mädchen zum Beispiel über Stangen, die von ihren Mitstreiterinnen gehalten wurden.

Nadine Wilde, AWO-Schulsozialarbeiterin an der Grundschule am Siedlerweg: „Die Mädchen sind deutlich aufgeschlossener geworden im Vergleich zum Beginn unseres Projektes.“

Besonderes Dankeschön

Ein besonderes Dankeschön sprechen die Sozialarbeiterinnen dem Zonta Club aus, ohne den das ganze Förderprogramm nicht umsetzbar gewesen wäre. „Wir als Schulen haben einfach nicht die finanziellen Mittel etwa für einen Ausflug in den Klettergarten, wie wir ihn bei diesem Projekt gemacht haben“, erklärt Silke Jöster, AWO-Schulsozialarbeiterin an der Concordiaschule. „Deshalb sind wir dem Zonta Club besonders dankbar.“

Der Zonta Club, der sich weltweit für bessere Chancen von Frauen in gesellschaftlichen Bereichen wie Politik, Wirtschaft etc. einsetzt, sieht „Starke Mädchen in Oberhausen“ auf einem guten Weg. „Die Resonanz ist sehr groß, und die Mädchen kommen aus verschiedenen sozialen Schichten. Trotzdem funktioniert, wie man sieht, alles sehr gut und das zeigt uns, dass das Projekt bestens läuft und die Kinder weiter bringt“, sagt Marion Baermann vom Zonta Club.

Voll bei der Sache

Nicht nur den Initiatoren gefällt’s, auch die Kinder sind alle hellauf begeistert und voll motiviert bei der Sache. Auf die Frage, welche Übung ihnen denn am besten gefallen habe, können die beiden Drittklässlerinnen Antonia und Mina gar nicht genau antworten. „Eigentlich hat mir alles gut gefallen“, sagt Antonia. „Ich fühle mich stärker und selbstbewusster als früher“, erzählt Mina stolz.

„Alle sind sich gut begegnet“, fasst die Sozialpädagogin und Begleiterin des Projekts, Jennifer Bittner, zusammen. „Es ist schön zu sehen, wie die Abschluss-Vertrauensspiele funktioniert haben. Die Kinder können jetzt sehr gut Hand in Hand arbeiten.“

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