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Schüler-Kurzfilm aus Oberhausen kommt ins Kino

Ein Blick auf den Filmset des Streifens „Suddenly different“ an der Fasia-Jansen-Gesamtschule.

Foto: Gerd Wallhorn

Ein Blick auf den Filmset des Streifens „Suddenly different“ an der Fasia-Jansen-Gesamtschule. Foto: Gerd Wallhorn

Stadtmitte.   Filmprojekt an der Fasia-Jansen-Gesamtschule. Der Haken an der Sache: Alles lief in englischer Sprache. Streifen wird in Essener Kino gezeigt

Einmal nicht lernen, indem man vor der Tafel sitzt, sondern durch praktisches Tun, das mobilisiert neue Energien – sogar, wenn eigentlich hitzefrei ist.

An der Fabia-Jansen-Gesamtschule wa­ren Schülerinnen und Schüler kürzlich jedenfalls mit Eifer bei der Sache, als es galt, einen Film zu drehen. „Suddenly different“ (übersetzt „Plötzlich anders“) heißt der Streifen. Und am Samstag, 24. Juni, ist er sogar in Essens größtem Kino, dem Astro-Theater Luna, zu sehen.

Schließlich ist der knapp achtminütige Film mit professioneller Hilfe entstanden. Die Neuntklässler holten sich zwei Experten, Jessie und Adam aus Berlin, an Bord, die darauf spezialisiert sind, die englische Sprache beim künstlerischen Schaffen zu vermitteln.

Eine Woche lang standen der Neuseeländer und die Amerikanerin den Schülern mit Rat und Tat zur Seite, aber nur in englischer Sprache. „Wir sind die neunte und letzte Schule, die mit ihnen arbeitet“, erklärte Englischlehrerin Duygu Kavakbasi (32).

In vier Gruppen waren die Schüler dabei eingeteilt. Das Script-Department beschäftigte sich mit dem Drehbuch. Die Schauspieler lernten ihre Rollen und studierten sie ein. Eine Film-Crew machte sich mit Kamera, Ton und Belichtung vertraut. Und ein Location-Department kümmerte sich um die geeignete Kulisse für das Geschehen.

Dabei wirkten Nisan (15), Ibrahim (14) und Ramona (14) mit. Sie lüfteten auch das Geheimnis, wo­rum es in dem Kurzfilm geht: Emma (16), die Hauptdarstellerin, kehrt nach einer langen Fehlzeit in die Schule zurück und verhält sich plötzlich merkwürdig distanziert. Allein die Lehrer und Evan, ihr bester Freund, wissen, was mit ihr los ist: Emma hatte einen Unfall und ist seitdem taubstumm. Aber mehr, als dass Evans Freund James versucht, das herauszufinden, verraten die Drei nicht. Schließlich soll es auch noch beim Kinobesuch in Essen Spannung geben.

Neun weitere Schulen machen mit

„Die Schüler opfern freiwillig viel Zeit für das Projekt und sind sehr engagiert bei der Sache“, lobt die Englischlehrerin ihre Schüler. Als das Thermometer in der vergangenen Woche die 30-Grad-Marke deutlich überschritt, gab es an der Fasia-Jansen-Gesamtschule hitzefrei. Trotzdem sei die Projektgruppe länger geblieben, um an dem Film weiterzuarbeiten. „Das Filmprojekt macht Spaß, jeden Morgen gibt es Warm-Ups mit Spielen, da ist für jeden etwas dabei“, zog Ibrahim sein Fazit für die Projekttage.

Neun Schulen, die an dem Projekt teilnehmen, stellten ihre Kurzfilme einer Jury vor. „Zwei Schüler pro Schule sind in dieser Jury, der eigene Film darf aber nicht gewählt werden, damit es fair bleibt“, erklärte Nisan. Und was gibt es zu gewinnen? „Es gibt keinen Preis, sondern Ruhm und Ehre“, sagte Duygu Kavakbasi lächelnd.

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