Energiewende

Schüler bauen kleine Solarautos

Zur Erinnerung durften die Duisburger Schülerinnen ihre Solarmobile mit nach Hause nehmen.

Zur Erinnerung durften die Duisburger Schülerinnen ihre Solarmobile mit nach Hause nehmen.

Foto: Daniel Elke

oberhausen.   Duisburger Gymnasiasten waren zu Gast im Hans-Sachs-Berufskolleg. Sie beschäftigten sich mit der Energiewende und mit erneuerbaren Energien.

Die Energiewende hat die Schu­len erreicht: Gemeinsam mit dem Rheinischen Industriemuseum und dem Hans-Sachs-Berufskolleg sind Schüler des Duisburger Mercator-Gymnasiums dem Thema Solarenergie auf der Spur gewesen. Dabei haben die Jugendlichen aus dem Erdkundekurs sich selbst als Ingenieure versucht und ein Solarauto gebaut.

„Energiewenden – Wendezeiten“ heißt die aktuelle Ausstellung im LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg. Sie zeigt, wie sich die Energielandschaft in den letzten 200 Jahren entwickelt und gewandelt hat. Im Zuge des Erdkundeunterrichts in der zehnten Klasse wird das Thema in der Schule ebenfalls besprochen. Deshalb hat Kurslehrerin Ulrike Wibbe mit ih­ren Schülern einen Ausflug nach Oberhausen gemacht und die Ausstellung besucht.

„Die wollen viel mehr handwerklich arbeiten“

Im Anschluss hatten die Schüler die Möglichkeit, ihr frisches Wissen über erneuerbare Energien direkt praktisch anzuwenden. Das Hans-Sachs-Berufskolleg lud sie in seine Werkstätten ein. Unter Anleitung von Fachlehrer André Wolter konstruierten die Schüler kleine Automodelle mit Solarzellen auf dem Dach. Ein Projekt, das ihnen großen Spaß bereitete.

„Die wollen viel mehr handwerklich arbeiten“, sagte ihre Lehrerin. Das kommt im normalen Schulalltag zu kurz, weshalb der Ausflug eine willkommene Abwechslung für die Zehntklässler war. Einige entdeckten dabei sogar ungeahnte Perspektiven: „Könnte ich mir vorstellen“, antwortete die 15-jährige Ecem auf die Frage, ob sie nach dem Abitur gerne einen technischen Beruf erlernen möchte.

Das Berufskolleg stellte sich vor

Bei einer Werkstattführung konnten die Schüler sich über die Bildungsgänge am Berufskolleg informieren. Auch wenn die meisten der Jugendlichen nach dem Abitur studieren möchten, nutzte das Kolleg die Möglichkeit, Werbung für eine technische Ausbildung zu machen. „Was mich besonders freut, ist, dass es viele Mädchen sind“, sagte Marc Bücker, Schulleiter am Hans-Sachs-Berufskolleg. Denn gerade Frauen seien oft schwer dafür zu begeistern.

„Wir haben gemerkt, dass das hier mehr jungsbasiert ist“, stellte auch die 16-jährige Selina fest. Ihr Auto war trotzdem schneller fertig als die der Jungs, wie sie stolz erzählte. Die geplante Testfahrt auf dem Schulhof musste wegen des Wetters allerdings ausfallen, denn die Solarzellen konnten nicht genug Energie für den Antrieb produzieren. Doch solche Rückschläge sind auch mit dem Thema verbunden: „Es zeigt, wie abhängig wir von fossilen Energieträgern sind“, kommentierte Projektbetreuerin Claudia Bluck.

>>>>> Die Ausstellung im LVR-Industriemuseum

Noch bis zum 28. Oktober ist die Ausstellung „Energiewenden – Wendezeiten“ in der Zinkfabrik Altenberg, Hansastraße 20, zu sehen. Der Eintritt zur Ausstellung kostet 6 Euro, für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Besuch kostenlos.

Das Industriemuseum bietet dazu verschiedene Führungen und Gesprächsrunden an. In der Zukunftswerkstatt können Besucher selbst an Modellen Versuche unternehmen. Weitere Informationen dazu gibt es online unter energiewenden.lvr.de.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben