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Oberhausener punktet mit seinem Gurkenlikör

Olaf Feldhoff ist begeistert von der Atmosphäre des Feierabendmarkts auf dem Saporishja-Platz.

Foto: Funke Foto Services

Olaf Feldhoff ist begeistert von der Atmosphäre des Feierabendmarkts auf dem Saporishja-Platz. Foto: Funke Foto Services

Oberhausen.   Olaf Feldhoff setzt auf selbstgemachte und saisonale Produkte. Er macht mit beim Feierabendmarkt in der City von Oberhausen - und ist begeistert.

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Die Namen am Stand „Chicken Crime Department“ von Olaf Feldhoff klingen geheimnisvoll: Liebestrank, Sanfte Erkenntnis, Nymphenblut. Dahinter verbergen sich selbstgemachte Liköre, die der gebürtige Oberhausener mit weiteren Produkten wie Fruchtaufstrichen und Pestos auf dem Feierabendmarkt verkauft. Feldhoff ist einer von 23 Händlern, die sich alle zwei Wochen vor dem Bert-Brecht-Haus auf dem Saporishja-Platz einfinden. Der Renner an seinem Stand: hausgemachter Gurkenlikör. Das Rezept ist natürlich streng geheim.

„Ich bin von der Atmosphäre und der guten Auswahl an Ständen begeistert“, schwärmt Feldhoff, der regelmäßig auf Märkten in der Umgebung seine Produkte verkauft. Der Oberhausener legt großen Wert darauf, nur selbstgemachte Liköre, Pestos und saisonale Fruchtaufstriche anzubieten: „Wir verzichten auf Konservierungsmittel, stellen alles in kleinen Mengen in einer angemieteten Küche her.“ Quitten, Rhabarber, Holunder, Himbeeren und vieles mehr wächst im heimischen Garten des 44-Jährigen. Idyllisch, mitten im Wald am Angermunder See in Düsseldorf, lebt er mit seinem Mann, drei Jagdhunden und 45 Hühnern. „Auf 500 Quadratmetern können sich die gefiederten Zweibeiner frei bewegen“, erzählt er.

Kuriose Produktnamen

Eine Frage, die Feldhoff jedes Mal von Kunden gestellt bekommt: Wie kam es zu dem Namen „Chicken Crime Department“? „Wir wollten etwas Ungewöhnliches. Dass wir aber mit dem Namen für so viel Gesprächsstoff sorgen, damit haben wir nicht gerechnet“, lacht Feldhoff. Die Idee kam ihm, als der Stall seiner Hühner gestrichen werden musste: „Mehrere Hühner haben die Namen aus amerikanischen Krimis – Miss Marple, Cagney, Lacey. Da war für uns klar, dass die englischen Wörter für Verbrechen und Polizei vorkommen müssen.“

Doch nicht nur der Name seiner Firma klingt kurios, auch für seine Produkte lässt sich Feldhoff ausgefallene Bezeichnungen einfallen. Hinter seinem „Liebestrank“ verbirgt sich ein Quittenlikör: „Ich beschäftige mich vorher damit, wofür die jeweilige Frucht steht. Die Quitte ist die Frucht der Liebesgöttin Aphrodite, daher Liebestrank.“ Vor allem Namen aus der Mythologie wählt Feldhoff: „Der Kaufreiz ist größer, wenn die Liköre oder Fruchtaufstriche außergewöhnlich klingen.“ Und der hausgemachte Gurkenlikör? Nirgendwo verkaufe er den so oft wie in Oberhausen. Doch auch Eierlikör „Hildchen“ kommt gut an: „Den stellen wir aus den Eiern unserer Hühner her.“

Der Feierabendmarkt

Seine Entscheidung, beim Feierabendmarkt mitzumachen, bereut Feldhoff nicht: „Die Mischung des Publikums ist super, viele kennen sich und kommen nach Feierabend entspannt zusammen. Klasse.“

Der nächste Feierabendmarkt steht übrigens schon am Donnerstag, 19. Mai (16-20 Uhr), auf dem Programm. Dann dreht es sich auf dem Saporishja-Platz vor allem um Spargel.

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