Schulen

Oberhausener Heine-Gymnasiasten erlaufen 30 neue iPads

Freuen sich über die Erweiterung der digitalen Möglichkeiten: (v.li.) Andreas Caniels, Vorstand des Fördervereins am Heinrich-Heine-Gymnasium Oberhausen, Schülersprecher Paul Loock, Schulleiter Marcus Kortmann und die stellvertretende Schülersprecherin Luisa Jehn.

Freuen sich über die Erweiterung der digitalen Möglichkeiten: (v.li.) Andreas Caniels, Vorstand des Fördervereins am Heinrich-Heine-Gymnasium Oberhausen, Schülersprecher Paul Loock, Schulleiter Marcus Kortmann und die stellvertretende Schülersprecherin Luisa Jehn.

Foto: Marco Fileccia

Oberhausen.   Eine gute Digitalausstattung gilt als wichtiges Ziel der Bildungspolitik. Am Heinrich-Heine-Gymnasium wird die Schülervertretung selbst aktiv.

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Eine möglichst gute Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik gilt als ein herausragendes Ziel der Bildungspolitik. Am Heinrich-Heine-Gymnasium ergreifen die Schülerinnen und Schüler selbst auf eine bemerkenswerte Weise die Initiative, um die Ausstattung des Unterrichts mit digitalen Medien zu verbessern.

Alle zwei Jahre startet die Schülervertretung (SV) des Gymnasiums einen Spendenlauf, bei dem jede Runde eines Schülers durch persönliche Sponsoren mit einer bestimmten Geldsumme belohnt wird. Dieses konditionsstarke Treffen fand zuletzt im Juni 2018 statt: Runde um Runde, jeweils 750 Meter auf dem Olga-Gelände in Osterfeld. „Jede Runde füllte die Kasse etwas mehr“, berichtet Lehrer Marco Fileccia in einer aktuellen Pressemitteilung zum Jahresauftakt.

Das auf diese Weise zusammengekommene Geld – rund 15.500 Euro – sei zu einem Drittel an die Wohltätigkeitsorganisation Adesuwa e.V. gespendet worden. Mit dem Rest, der vom Förderverein um 3500 Euro aufgestockt wurde, habe man die Digital-Ausstattung verbessern können. Insgesamt konnten auf diese Weise 30 neue iPads, dazu 15 Bedien-Stifte und 15 Tastaturen gekauft werden.

Vollausstattung in allen Räumen mit Decken-Beamern

Das Thema Digitalisierung der Bildung sei ja zur Zeit in aller Munde, unterstreicht Marco Fileccia. Und das Beispiel des Heinrich-Heine-Gymnasiums zeige, dass sich an den Oberhausener Schulen auf diesem Gebiet durchaus Positives tue. Fileccia: „So hat das Heine-Gymnasium mit diesem Schuljahr 2018/’19 neben mehreren Klassensätzen an iPads eine Vollausstattung in allen Räumen mit Decken-Beamern.“

Die technische Infrastruktur mit Hardware seit zwar eine notwendige Voraussetzung, mache aber nicht automatisch den Unterricht besser. Nötig seien zudem Unterrichtskonzepte zum passgenauen und didaktisch sinnvollen Einsatz der digitalen Medien.

Verein Adesuwa hilft in Nigeria

Marco Fileccia verweist als Koordinator für Schulentwicklung auf den in enger Abstimmung mit der Stadt Oberhausen ausgearbeiteten Medienentwicklungsplan. „Außerdem setzen wir auf die Fortbildung der Kolleginnen und Kollegen“, ergänzt der Pädagoge. Die schulinternen Fortbildungen zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht fänden am Heine-Gymnasium regelmäßig statt und würden auch von Lehrerinnen und Lehrern anderer Schulen besucht.

Die digitalen Medien, so Heine-Schulleiter Marcus Kortmann, könnten den Unterricht nachhaltig bereichern. Konkret heiße das zum Beispiel: Menschliche Skelette können im Biologie-Unterricht im Detail visualisiert werden, mathematische Formeln seien – anschaulich und veränderbar – in Graphen darstellbar, die Schüler können ihre Referate als facettenreiche Multi-Media-Shows abwechslungsreich präsentieren.

Der Verein Adesuwa, an den ein Drittel des von den Schülern erlaufenen Geldes ging, ist in Oberhausen beheimatet. Er will durch passgenaue Projekte die Lebensbedingungen und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und Familien in Nigeria verbessern und interkulturelle Brücken bauen, wie es auf der Adesuwa-Homepage heißt. So ermöglicht Adesuwa nach eigenen Angaben Schulpatenschaften für Kinder aus Nigeria, schafft zum Beispiel Unterrichtsmaterialien zur Ergänzung des Lehrplans an und verbessert die medizinische Betreuung und Versorgung vor Ort. Neueste Aktion ist das Projekt „Sauberes Wasser für Coker Village“. Mit einer desinfizierenden Lösung wird verunreinigtes Wasser von Bakterien befreit – in einem ersten Schritt profitieren 60 Patenfamilien.

>>>>>> Heinefunk: 14. Folge der Interviews online

In der jüngsten 14. Folge des „Heinefunks“ – das ist die Podcast-Reihe des Oberhausener Gymnasiums – ist die neue (kommissarische) stellvertretende Schulleiterin Sandra Niedrich die Interviewpartnerin.

Marco Fileccia und Schülerin Julia Trgovcevic planen für 2019 weitere informative Interviews. Weitere Infos auch online unter: heinefunk.de

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