Immobilien

Kleines Haus in Top-Lage an der Marktstraße in Oberhausen

Das Haus Marktstraße 62 steht zum Verkauf. Es ist 2016 zwangsversteigert worden. Aufkleber von der Bäckerei Brödis hängen noch immer in den Fensterscheiben.

Foto: Jörg Schimmel

Das Haus Marktstraße 62 steht zum Verkauf. Es ist 2016 zwangsversteigert worden. Aufkleber von der Bäckerei Brödis hängen noch immer in den Fensterscheiben. Foto: Jörg Schimmel

Stadtmitte.  Laut Bodenrichtwertkarte des Landes liegen die Bodenpreise hier am höchsten in der ganzen Stadt.

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Es ist eines der kleinsten und unscheinbarsten Häuser an der unteren Marktstraße und es steht seit Jahren leer. Zuletzt war die Selbstbedienungsbäckerei Brödis darin ansässig. Deren Beschriftung klebt immer noch an den Scheiben. Die Rede ist vom Haus Marktstraße 62. Ein Dortmunder Immobilienmakler, der auf hochwertige Anwesen spezialisiert ist, bietet es schon seit Monaten zum Verkauf an.

Für den Preis, den er verlangt, könnte man andernorts ein freistehendes Einfamilienhaus auf großzügigem Grundstück errichten. Aber die Preisvorstellung hat insofern ihre Berechtigung, als dass die Marktstraße in diesem Bereich ein buchstäblich teures Pflaster ist. Bei 1100 Euro pro Qua­dratmeter liegt der (theoretische) Bodenrichtwert hier. Dieser Preis wäre also zu erzielen, wenn hier lediglich ein unbebautes Grundstück zum Verkauf stünde. Tatsächlich ist die Umgebung natürlich dicht bebaut. Aber nirgendwo im Stadtgebiet weist die Bodenrichtwertkarte des Landes einen höheren Wert aus, nicht mal im Centro.

Unter leicht abgewandeltem Namen und mit neuem Besitzer läuft der Betrieb der Bäckerei auf der Elsässer Straße seit langer Zeit weiter. Aber die ursprünglichen Betreiber von Brödis, eine Unternehmensgruppe aus Herne, hatten 2015 Insolvenz, Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung, angemeldet.

Auf Antrag der Stadt Oberhausen ist 2016 die Zwangsversteigerung durchgeführt worden. Der damalige Eigentümer schuldete ihr seit 2014 Grundbesitzabgaben in Höhe von 12 000 Euro. Auch das Finanzamt hatte aus den Jahren 2012/13 noch Geldforderungen von rund 31 000 Euro. Ein Oberhausener erhielt damals den Zuschlag.

Aber wie man sieht, lässt sich selbst eine Immobilie in Top-Lage von Oberhausen nicht von heute auf morgen vermarkten.

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