SCHUL-NOSTALGIE

Klassenlehrer Wilfried Oberland bei Wiedersehen stets dabei

Die Ehemaligen mit Klassenlehrer Wilfried Oberland und seiner Frau Gisela (Mitte) vor dem Restaurant am Ruhrpark.

Foto: Herbert Höltgen

Die Ehemaligen mit Klassenlehrer Wilfried Oberland und seiner Frau Gisela (Mitte) vor dem Restaurant am Ruhrpark. Foto: Herbert Höltgen

OBERHAUSEN  Der Abschlussjahrgang der Concordiaschule von 1968 sah sich wieder. Treffen gibt es schon seit 1983. Im Blickpunkt stehen nicht nur die Schüler.

. Vielen Ehemaligen kommt es so vor, als wäre es erst gestern gewesen. Dabei ist es für sie in diesem Jahr 50 Jahre her. Die Rede ist vom Schulabschluss an der Concordiaschule. Am Samstag trafen sich die einstigen Schülerinnen und Schüler zum Klassentreffen im Restaurant am Ruhrpark.

Dieses Zusammenkommen hat mittlerweile Tradition, wie Organisatorin Roswitha Gülta verrät: „Wir treffen uns alle fünf Jahre und lassen den Kontakt so nicht abbrechen.“ Das erste Mal kamen die ehemaligen Schüler 1983 wieder zusammen. Gülta: „Die Resonanz war immer gut, so dass es Spaß macht, die alten Freunde wieder zu sehen.“ Auch wenn in diesem Jahr nur 16 Ehemalige erschienen, tat das der Stimmung keinen Abbruch. Bei kulinarischen Köstlichkeiten schwelgten die Schüler in Erinnerungen und erzählten die eine oder andere Anekdote aus ihrer Schulzeit. Klaus Sroka erinnerte sich an seinen besten Freund, den er mehr oder weniger bis zum Abschluss mit durch zog: „Er hat nie seine Hausaufgaben gemacht. Ich wollte aber ein guter Freund sein und habe ihn die Aufgaben immer von mir abschreiben lassen.“

Der Klassenlehrer – ein Vorbild für das ganze Leben

Das sorgte neben amüsierten Blicken der Schüler auch für ein Schmunzeln bei Klassenlehrer Wilfried Oberland. Der 83-Jährige nahm mit seiner Frau Gisela an bisher allen Klassentreffen teil. Die 80-Jährige war ebenfalls Lehrerin an der Concordiaschule und freut sich, genau wie ihr Mann, auf die Ehemaligentreffen.

Was die beiden nicht erzählten: Sie sind sich auf einer Klassenfahrt näher gekommen. „Wir waren zusammen auf Klassenfahrt. Alle haben gemerkt, dass da etwas zwischen den beiden läuft“, deckte Klaus Sroka die Geschichte auf.

Insgesamt waren sich alle einig, dass es eine schöne Zeit mit Höhen und Tiefen war. Wilfried Oberland, der die Fächer Deutsch, Mathe und Sport unterrichtete, war mehr als nur ein Lehrer für die Schüler. „Vielmehr war er ein Vorbild, das uns für unser Leben geprägt hat“, so die heute in München lebende Heidrun Tschermak.

Englisch-AG war damals rege gefragt

Aufgrund seiner vielen Reisen nach England war er in den 1960er Jahren einer der ersten Lehrer in Oberhausen, die Englischunterricht gaben. Die AG, die erst nach dem regulären Unterricht stattfand, war stets gut besucht. Das hatte für Klaus Sroka vor allem einen Grund: „Dass die AG so gut besucht war, lag auch auch daran, dass Herr Oberland ein Frauenschwarm war.“ Der geschmeichelte Rentner lächelte das Kompliment schnell weg. Schließlich hatte er schon damals seine große Liebe Gisela gefunden. In fünf Jahren wollen sich nun alle wiedersehen.

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